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Kusej geht weniger radikal in neue Spielzeit

München (dpa) Martin Kusej will weniger radikal in seine zweite Spielzeit als Intendant des Münchner Residenztheaters gehen. Er müsse wohl ein wenig «Radikalität zurücknehmen», sagte er mit Blick auf sein Publikum. «Die große Masse ist sehr schwer von etwas zu überzeugen.»

Kusej geht weniger radikal in neue Spielzeit

Martin Kusej setzt wieder mehr auf Klassiker. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Die Auslastung seines Hauses lag in der auslaufenden Saison bei etwa 70 Prozent. «Alles ist zu steigern.» Darum setzt Kusej, der in der vergangenen Saison viele Stücke junger und unbekannter Autoren auf die Bühne bringen ließ, in diesem Jahr auch wieder etwas mehr auf Klassiker.

Die Spielzeit startet mit Shakespeares «Der Widerspenstigen Zähmung», außerdem stehen Schillers «Kabale und Liebe» und eine Bühnenfassung von Kafkas «Die Verwandlung» auf dem Programm. Skandalregisseur Calixto Bieito wird bei Büchners «Leonce und Lena» Regie führen.

Kusej selbst inszeniert Henrik Ibsens «Hedda Gabler» mit Birgit Minichmayr in der Titelrolle. Im Dezember bringt er die deutsche Erstaufführung der «Anarchistin» von David Mamet auf die Bühne, im Mai 2013 dann «In Agonie» des kroatischen Schriftstellers Miroslav Krleza. «Man braucht in der Pflege der neuen Literatur mindestens zwei Jahre», sagte Kusej und betonte, er werde «lange und schwere Überzeugungsarbeit» leisten.

Das Schauspielensemble bleibt nach Angaben des Intendanten weitgehend so, wie es ist. Von Nicholas Ofczarek, der in der vergangenen Spielzeit in «Kasimir und Karoline» und im «Weibsteufel» zu sehen war, werden die Münchner sich aber verabschieden müssen. «Er ist halt doch ein Wiener», sagte Kusej.

Residenztheater München

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