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Überfall auf Geldboten mit Parallelen zu RAF-Taten

LKA in Hannover prüft Fall aus Köln

Köln/HANNOVER Auf einem Kölner Ikea-Parkplatz rauben Unbekannte einen Geldtransporter aus. Die Täter zünden später ihr Fluchtauto an und entkommen. Gibt es Zusammenhänge zu Taten eines untergetauchten RAF-Trios?

LKA in Hannover prüft Fall aus Köln

Ein Polizeibeamter steht neben einem ausgebrannten Auto. Zwei Männer sollen das Fahrzeug nach einem Überfall auf einen Geldtransporter zur Flucht genutzt haben. Foto: dpa

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter bei Ikea in Köln prüfen Ermittler Parallelen zu Raubüberfällen, die drei untergetauchten Ex-RAF-Terroristen zur Last gelegt werden. „Wir prüfen, ob es Zusammenhänge zwischen den Taten gibt“, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes Niedersachsen am Montag.

Das LKA in Hannover ermittelt federführend gegen die ehemaligen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub (63), Burkhard Garweg (49) und Daniela Klette (59). Die früheren Linksterroristen sind seit Jahrzehnten untergetaucht. Das Trio wird wegen einer Serie von Raubüberfällen in Norddeutschland gesucht. Zuletzt waren sie auch im Mittelmeerraum vermutet worden.


„Ermittlungen in alle Richtungen“

Eine Sprecherin der Kölner Polizei sagte, bisher deute nichts auf einen Zusammenhang der Taten hin: „Aber wir stehen im Austausch mit den Kollegen des LKA und ermitteln in alle Richtungen.“ Nach Angaben der Sprecherin könnten die beiden männlichen Tatverdächtigen zwischen 30 und 40 Jahre alt sein - und damit deutlich jünger als die gesuchten Ex-Terroristen.

Fluchtwagen brannte komplett aus

Bei dem Überfall am Samstagmorgen hatte ein Mann den 60 Jahre alten Geldboten auf dem Parkplatz des Möbelhauses im Kölner Stadtteil Godorf mit einer Waffe bedroht, während ein zweiter Täter im Auto mit laufendem Motor wartete. Beide entkamen unerkannt mit der Beute. Wenig später wurde der Fluchtwagen brennend auf einem Feld in der Nähe entdeckt. Das Auto wurde der Polizeisprecherin zufolge im Ausland gestohlen, die Kennzeichen in Deutschland. Die Täter waren am Montag zunächst weiter auf der Flucht.

von dpa

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