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Ladendieb bedrohte Detektivin mit Weinflasche

WITTEN Einen Fall von räuberischem Diebstahl hatte das Schöffengericht am Mittwoch zu verhandeln. Angeklagt war ein 55-jähriger Wittener, als er beim Ladendiebstahlt erwischt wurde, die Ladendetektivin massiv bedroht hatte.

von Von Andreas Tietz

, 28.08.2008
Ladendieb bedrohte Detektivin mit Weinflasche

Das letzte Wort bei der Erhebung der Zweitwohnungssteuer haben die Länder und Kommunen, urteilte das Bundesverwaltungsgericht.

Der Rentner soll im November 2007 mit einem Komplizen sechs Flaschen Weinbrannt aus einem Supermarkt gestohlen und eine Ladendetektivin bedroht haben, die ihm die Beute wieder abnehmen wollte.

Das stritt der offenkundig alkoholkranke, nur schwer verständlich sprechende Mann im Gericht ab und behauptete, es müsse sich um eine Verwechslung handeln. Die Ladendetektivin jedoch, die als Zeugin aussagte, erkannte in dem Angeklagten zweifelsfrei den Täter wieder und schilderte minutiös, wie der 55-Jährige und sein gesondert verfolgter Kumpan bei dem Diebstahl vorgegangen waren.

Die resolute Frau hatte die beiden Männer vor dem Ladenlokal gestellt und die Herausgabe der Beute verlangt. Der Angeklagte habe daraufhin eine der gestohlenen Flaschen genommen und gesagt: „Lass die Tasche los oder ich schlag dir die Pulle auf den Kopf.“ Die Detektivin ließ die beiden Männer daraufhin ziehen. Drei Monate später erkannte sie den Täter wieder, als dieser erneut den Supermarkt aufsuchte, und informierte die Polizei, die den Mann verhaftete.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Bernd Grewer befand den Angeklagten des schweren räuberischen Diebstahls für schuldig, ging jedoch von einem minderschweren Fall aus, da es bei der Drohung geblieben und der Schaden gering war. Der nach Aktenlage strafrechlich bislang nicht in Erscheinung getretene Angeklagte wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt, die das Gericht auf drei Jahre zur Bewährung aussetzte.