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Lahm, Kahn & Co bei ARD und ZDF im WM-Team

Hamburg. Der Countdown für Russland 2018 läuft: ARD und ZDF haben ihre Mannschaften für die WM aufgestellt. Erstmals ist Philipp Lahm mit von der Partie.

Die ARD setzt auf Überraschungsjoker Philipp Lahm, das ZDF auf TV-Routinier Oliver Kahn - und beide Sender haben ein gemeinsames WM-Studio. Aus Baden-Baden werden die Experten die 64 Spiele der Weltmeisterschaft kommentieren und analysieren, wie beim Confed-Cup 2017 erprobt.

Nur Philipp Lahm wird direkt vom Tegernsee im neuen Format „Weltmeister im Gespräch“ mit Moderatorin Jessy Wellmer erläutern, „wie sich Spieler vor einem K.o.-Spiel“ fühlen. Am Montag stellten die öffentlich-rechtlichen Sender in Hamburg ihre Mannschaften vor Kameras und Mikrofonen vor.

Live aus Russland werden vom 14. Juni an alle Partien auch der deutschen Nationalmannschaft übertragen. Die Eröffnungspartie Russland gegen Saudi-Arabien (17.00 Uhr) übernimmt die ARD mit Tom Bartels als Live-Kommentator. Er ist auch am Mikrofon, wenn Deutschland am 23. Juni (20.00 Uhr) gegen Schweden spielt.

Das ZDF steigt am 16. Juni ein und lässt tags darauf Oliver Schmidt das erste Spiel der deutschen Mannschaft gegen Mexiko (17.00 Uhr) begleiten. Das Zweite zeigt ebenfalls die Partie Südkorea gegen Deutschland am 27. Juni mit Bela Réthy als Kommentator, der seine siebte WM bestreitet (16.00 Uhr). Für alle übrigen Partien wechseln sich beide Sender ab. Als einzige weibliche TV-Stimme wird Claudia Neumann aus dem Stadion zu hören sein. Für die ARD ist Moderator Gerhard Delling nah an der deutschen Mannschaft, beim ZDF ist es Katrin Müller-Hohenstein.

Mit dem „ZDF-Morgenmagazin“ startet das Zweite aus Moskau und St. Petersburg von 5.45 Uhr in die WM-Tage. Als Experte tritt der Weltmeister von 1990, Thomas Berthold, auf. Als weitere Fachmänner bis zum Abend setzt der Sender auf Altbewährte: Oliver Kahn, Holger Stanislawski und Urs Meier. „Wir werden sehr viele Diskussionen haben“, ist sich der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Meier mit Blick auf den Video-Beweis sicher. Die Technik sei schließlich noch in der Erprobung. Kahn merkte an: „Es wäre absolut außergewöhnlich, wenn Deutschland wieder Weltmeister wird.“ Aber Real Madrid könne auch das dritte Mal in Folge die Champions-League gewinnen. „Das hätte ich auch nicht für möglich gehalten“, sagte Kahn.

Verzichten müssen die Zuschauer auf Sebastian Kehl, der von Juni an die Lizenz-Spieler-Abteilung von Borussia Dortmund leitet. „Bei der Mannschaft werden wir nachlegen. Das ZDF ist mit den anderen Experten gut aufgestellt“, kündigte ZDF-Teamchef Thomas Fuhrmann an.

Bei der ARD laufen neben Routinier Thomas Hitzlsperger auch U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz und der ehemalige Stuttgart-Coach Hannes Wolf neu als Experten auf. In den Doppelfunktionen von Lahm und Kuntz, die als EM-Botschafter 2024 beziehungsweise Trainer im Einsatz sind, sah ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky keinen Interessenskonflikt. „Kuntz wird nicht für die deutsche Mannschaft eingesetzt, aber seine Expertise nehmen wir für die anderen Mannschaften gern“, sagte Balkausky.

Bei der ARD sind erstmals zwei Moderatoren gemeinsam am Ball: Alexander Bommes und Matthias Opdenhövel freuen sich auf ihre Doppelpässe. „Das wird spannend und herausfordernd“, sagte Bommes. Statt eines „Sportschau-Clubs“ gibt es bei der ARD ein „WM-Kwartira“. Aus dem Mojo-Club auf der Hamburger Reeperbahn wollen Micky Beisenherz und Jörg Thadeusz mit Gästen gegen 22.30 Uhr den Fußballtag Revue passieren lassen.

Die Übertragungen aus Baden-Baden begründeten die ARD- und ZDF-Spitzen mit Kosten-Vorteilen. „Wir sind so wirtschaftlich wie nie, werden aber die Qualität liefern, die der Zuschauer erwartet“, sagte ARD-Programmchef Volker Herres. Bei dem wichtigsten Sportereignis des Jahres erwartet ZDF-Chefredakteur Peter Frey einen hohen Zuspruch. Das Finale 2014 Deutschland-Argentinien (1:0) hätten mehr als 30 Millionen Zuschauer in Deutschland verfolgt. „Dieser Rekord wackelt“, sagte Frey der Deutschen Presse-Agentur.

Anders als die TV-Studioteams berichtet der ARD-Hörfunk komplett aus Russland. Weil ihnen die Bildunterstützung fehle, müssten sie näher dran sein, sagte Programmchef Oliver Frick. Außerdem könnten Emotionen so besser transportiert werden.

Auch Online können die Nutzer bei ARD und ZDF die WM verfolgen. Das ZDF hat seine Rubrik „My View“ um Filter erweitert, so dass sich der Zuschauer einzelne Spielsituationen wie Freistöße oder Torschüsse haargenau angucken kann. Wer über einen smarten Lautsprecher mit Sprachfunktion verfügt, kann sich auch die wichtigsten Fakten des Spieltags erzählen lassen. Die ARD bindet ihre WM-Online-Inhalte auch in die Sportschau-App ein.

Abgerundet wird das Sportprogramm in beiden Programmen durch Beiträge über Russland, seine Bevölkerung und seine Entwicklung. Angesichts von Doping-Vorwürfen gegen russische Sportler sowie Korruptionsvorwürfen gegen die Fifa wollen die Sender die WM kritisch begleiten.

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