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Land ist tollwutfrei: Haustiere dennoch impfen

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Deutschland gilt seit wenigen Tagen als tollwutfrei. Halter von Hunden und von Katzen, die nach draußen dürfen, sollten ihre Tiere dennoch weiterhin gegen die Krankheit impfen lassen, die auch für Menschen tödlich enden kann.

Land ist tollwutfrei: Haustiere dennoch impfen

Füchse gelten als Hauptüberträger der Tollwut. Mit Impfaktionen soll die Seuche, die auch für Haustiere gefährlich ist, ausgerottet werden. (Bild: dpa)

Das rät Astrid Behr, Koordinatorin der Ständigen Impfkommission vet. (StIKo vet.), die in Deutschland die Impfempfehlungen für Haustiere gibt. Zwar wurde ein letzter Seuchenherd der Tollwut bei Füchsen im Raum Mainz nun mit Hilfe von Impfaktionen bekämpft - Füchse gelten als Hauptüberträger der Tollwut. «Aber das kann jederzeit wieder ausbrechen», sagt Behr. Zudem sei es nicht auszuschließen, dass die Krankheit aus dem Ausland wieder eingeschleppt wird - trotz strenger Regeln beim Grenzverkehr. «Es kommt schließlich vor, dass Tiere geschmuggelt werden.»

Hinzu kommt: In Deutschland gilt nun zwar die Tollwut bei Füchsen, nicht aber bei Fledermäusen als ausgerottet. Da es sich bei letzterer Erkrankung um einen anderen Erreger handelt, gilt Deutschland nach den Kriterien der Internationalen Tierseuchenorganisation (OIE) dennoch als tollwutfrei. «Aber ein Hund oder eine Katze könnte mit einer erkrankten Fledermaus in Kontakt kommen», sagt Astrid Behr. Es werde sich an den Empfehlungen der StIKo vet. deshalb nichts ändern.

Die Empfehlungen sehen vor, dass Hunde ebenso wie Katzen mit Freigang im Zuge der «Grundimmunisierung» innerhalb der ersten 15 Lebensmonate dreimal gegen Tollwut geimpft werden. Danach steht je nach Impfstoff im Schnitt alle drei Jahre eine Auffrischung an.

In der StIKo vet. sitzen Vertreter tiermedizinischer Fakultäten, der Bundestierärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin und des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte aus Frankfurt, dessen Sprecherin Astrid Behr ist.

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