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Landesarbeitsgericht verhandelt Klagen über Kohledeputate

Hamm. Das Landesarbeitsgericht verhandelt an diesem Donnerstag drei Klagen zum sogenannten Kohledeputat. Hunderte Bergbaurentner ziehen in zweiter Instanz gegen den Zechenbetreiber RAG vor Gericht. Sie wehren sich gegen eine Umstellung der kostenlosen Kohlelieferungen auf Abfindungen. Die RAG will angesichts des auslaufenden Bergbaus ab 2019 keine Kohle mehr in Naturform abgeben. Schon jetzt gibt es für aktive Bergleute alternativ Bargeld in Form einer Energiebeihilfe. Rentner sollen aber grundsätzlich nur noch die Beihilfe bekommen. Die Kläger sind mit der Neuregelung nicht einverstanden.

Landesarbeitsgericht verhandelt Klagen über Kohledeputate

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Auf dem Weltmarkt kostet die Tonne rund 400 Euro. In bar als Beihilfe gibt es pro Tonne 122,20 Euro. „Die Abfindung entspricht nicht dem Gegenwert des lebenslangen Kohlewertes, wie viele unsere Mandanten empfinden“, sagt Anwalt Daniel Kuhlmann. Von den Deputat-Regelungen sind mehr als 100 000 Bergleute, Bergbaurentner und Hinterbliebene betroffen.

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