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Lange Arbeitstage für Ärzte

28.03.2018
Lange Arbeitstage für Ärzte

Viele Kinder sind nicht gegen die Grippe geimpft. dpa © picture alliance / dpa

Über 100 junge Patienten pro Tag musste Kinderarzt Dr. Jochen Wulff in den vergangenen Wochen in seiner Praxis in Hennen behandeln. Schuld daran war die Grippe-Welle. Viele Kinder und Mitarbeiter in Betreuungseinrichtungen wie Kindergärten seien nicht gegen die Grippe geimpft, so der Arzt. Viele alte Menschen ließen sich mittlerweile impfen, bei Kindern habe sich das noch nicht durchgesetzt, sagt er. Die Folge für ihn – lange Arbeitstage: „12, 13 Stunden waren normal.“ Die Grippezeit ist nicht die einzige Phase im Jahr, in der die Kinderärzte viel zu tun haben. Ab April werden die ersten Kinder mit Allergien kommen. Im Sommer müssen die Ärzte Insektenstiche, Zeckenbisse und Knochenbrüche, die beim Toben draußen schon mal vorkommen, behandeln.

Grundsätzlich gibt es in Schwerte genügend Kinderärzte, zumindest wenn man in die Statistik guckt: Für eine ausreichende Versorgung wird ein Kinderarzt pro 3527 Kinder empfohlen. In Schwerte leben 7300 Menschen, die jünger als 18 Jahre sind. Direkt in Schwerte arbeiten zwei Kinderärzte. Dazu kommt Dr. Wulff in Hennen, der viele Patienten aus Schwerte hat. „Aber bei den Ärzten darf keiner krank mal werden oder längerfristig ausfallen“, sagt er. Jessica Will