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BVB-Einzelkritik

Larsens starkes Debüt - Matchwinner Weidenfeller

DORTMUND BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte es angekündigt, im Pokalspiel gegen Union Berlin zur Not auch als Bademeister für seine teils sehr jungen Spieler an der Seitenlinie bereitzustehen. Welchen seiner Borussen der 43-Jährige retten musste und wer selbst das Zeug zur Baywatch-Ikone hat, verrät unsere Einzelkritik.

Larsens starkes Debüt - Matchwinner Weidenfeller

Jacob Bruun Larsen (l.) zieht ab, Michael Parensen fälscht den BVB schließlich ins eigene Tor ab.

Roman Weidenfeller: Der BVB-Keeper war mit seinen 36 Jahren so alt wie seine Vorderleute Felix Passlack und Jacob Bruun Larsen zusammen. Wie viel Erfahrung wert sein kann, zeigte er bei seiner Rettungstat nach Passlacks Rückpass (26.) - spektakulärer hätte das David Hasselhoff bei Baywatch auch nicht hinbekommen. Chancenlos beim 1:1 (81.), in der Verlängerung dann einmal wie ein Nichtschwimmer im Wellenbad - ohne Folgen für sein Team. Parierte dann die Elfmeter von Kroos und Fürstner - und wurde so zum umjubelten Matchwinner. Note: 2,0

Lukasz Piszczek: Der Rechtsverteidiger ist einer der erfahrensten Profis im BVB-Team, gegen die mutig pressenden Unioner wirkte er jedoch zuweilen wie ein kleiner Junge, der seine Schwimmhilfen zuhause vergessen hat. Der Pole leistete sich zu viele Fehler auf seiner Seite. Note: 4,5

Sokratis: Der Abwehrchef der Borussia - in Ingolstadt noch schmerzlich vermisst - meldete sich gegen Berlin zurück, doch ohne Fehler kam auch der Grieche nicht aus. Als er Union per Kopf den Ball mittig vorlegte, schwamm die BVB-Hintermannschaft ganz schön (17.). Immer wieder musste Bademeister Tuchel korrigierend eingreifen, weil er nicht wunschgemäß verschob. Note: 3,5

Matthias Ginter: Auch der zweite Innenverteidiger des BVB blieb nicht von wütenden Worten seines Trainers verschont. Doch anders als Sokratis leistete sich Ginter keine schweren Patzer gegen den Ball, sondern bügelte mehrmals im Stile eines Junior-Retters der DLRG für seine Vorderleute aus. Souverän im Elfmeterschießen. Note: 3,0

Felix Passlack: Seine Seepferdchen-Prüfung als Linksverteidiger hatte der Youngster jüngst gegen Sporting Lissabon abgelegt - und sein Schwimmabzeichen in Bronze und Silber gleich noch dazubekommen, so engagiert und emsig verteidigte er gegen den bärenstarken Gelson Martins. Gegen Union hätte er allerdings zuweilen einen unterstützenden Schwimmgürtel gebrauchen können. Seine riskanten Rückpässe auf Weidenfeller waren nicht die einzigen Unsicherheiten, die er sich leistete. Note: 4,0

Nuri Sahin: 172 Tage nach seinem bislang letzten BVB-Pflichtspiel durfte der Publikumsliebling mal wieder ran - und wirkte in der Anfangsphase in der Entscheidungsfindung so langsam, als habe ihm ein fieser Mafiosi Betonklötze ans Bein geworfen und ihn anschließend ins Wasser geschmissen. Erst mit zunehmender Spielzeit schwamm sich der 28-Jährige etwas frei und hatte kurz vor der Pause Pech, dass Daniel Mesenhöler seinen schönen Distanzschuss noch über die Latte lenken konnte (42.). Die fehlende Spielpraxis konnte er allerdings nie kaschieren. Note: 4,0

Jacob Bruun Larsen: Der Däne war noch gar nicht auf der Welt, als sich Ian Thorpe bei der WM 1998 über 100 Meter Freistil zum bis dato jüngsten Schwimm-Weltmeister (15 Jahre, drei Monate) kürte. Larsen ist vor einem Monat 18 geworden, bewegte sich gegen Union jedoch wie Thorpe damals wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser - er war entscheidend am 1:0 beteiligt (44.). Note: 2,5

Gonzalo Castro: Der Mittelfeldspieler ist in dieser Saison so wichtig für den BVB wie die Flossen für den Fisch. Auch gegen Union zeigte er seine Qualitäten. Etwa, als er vor dem 1:0 durch Larsen das Spiel schnell machte und so ein Loch ins Berliner Team riss. Hätte Tuchel mehr von seiner Sorte, müsste er nicht so engagiert den Bademeister geben. Im Abschluss fehlte Castro die Genauigkeit. Note: 3,0

Mario Götze: Mangelnde Beckenerfahrung ist für den 24 Jahren trotz seines noch jungen Alters kein Thema, der Mann hat in seiner Karriere schon fast alles gesehen. Das half ihm gegen Union insofern, als dass auch er wie Castro nicht von seinem Trainer am Rand an die Hand genommen werden musste. Er zählte zu den aktiveren Dortmundern und leitete das 1:0 ein (42.). Nervenstark vom Punkt. Note: 3,5

Emre Mor: Über 100 Meter Dribbling ist der 19-Jährige vermutlich uneinholbar und in seiner Altersklasse ähnlich überlegen wie Schwimmstar Michael Phelps zu seinen besten Zeiten, in den anderen Disziplinen fehlt ihm bei allerdings noch die Reife. Das wurde auch gegen Union deutlich, auch wenn er bei seinem Schuss an den Pfosten etwas Pech hatte (86.). Note: 4,5

Adrian Ramos: Stürmer haben auf die gegnerische Mannschaft im Idealfall eine Wirkung wie der weiße Hai auf Badegäste vor der südafrikanischen Küste: Sie sorgen für Albträume. Die Verteidiger von Berlin wirkten allerdings nicht sonderlich eingeschüchtert von den Qualitäten des Kolumbianers, der meist wie ein harmloser, planktonfressender Riesenhai daherkam. Erst gegen Ende mit Möglichkeiten. Note: 4,5

Julian Weigl (ab 68.): Leitete unglücklich mit einem Befreiungskopfball den Ausgleich ein. Note: 3,5

Ousmane Dembele (ab 68.): Versuchte viel, blieb aber auch oft hängen. Sicher vom Punkt. Note: 4,0

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