Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Außerdem: Verdacht auf Steuerhinterziehung

Laschet-Affäre: Klausurnoten werden annuliert

AACHEN Die Noten für die verschwundenen Klausuren aus einem Seminar des nordrhein-westfälischen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet an der RWTH Aachen werden annulliert. Die Studenten müssen also nochmal ran. Neben den verschollenen Klausuren nun noch ein weiteres Problem: mit dem Finanzamt.

Laschet-Affäre: Klausurnoten werden annuliert

Armin Laschet, Landesvorsitzender der CDU, wischt sich beim Parteitag am Samstag in Essen nach seiner Rede den Schweiß ab.

Der Ausschuss stellte demnach fest, dass eine hinreichende rechtliche Grundlage zur abschließenden Bewertung der Klausuren fehle. Die Studierenden müssen nun eine neue Prüfungsleistung erbringen. Das kann nach Angaben der Hochschule auch in Form einer Hausarbeit geschehen. Laschet hatte die Noten rekonstruiert, nachdem die Klausuren verschwunden waren. Dabei übermittelte er der Hochschule 35 Noten, obwohl nur 28 Studierende mitgeschrieben hatten. Nach seinen Angaben beruhten die Bewertungen auf persönlichen Notizen, die er inzwischen weggeworfen habe.   

Am Dienstag hatte Laschet eingeräumt, seine Aufzeichnungen zu den verschwundenen Klausuren der Politik-Studenten an der RWTH Aachen entsorgt zu haben. „Natürlich habe ich nach der abschließenden Entscheidung des Prüfungsausschusses die Notizen - wie sonst auch - nicht weiter aufbewahrt“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Der Prüfungsausschuss der RWTH Aachen hatte zuerst entschieden, dass die nach Laschets Angaben auf der Grundlage von Unterlagen und Notizen vergebenen Noten zu werten seien.

Keine besonders geistreiche Formulierung

Beim Landesparteitag in Essen hatte Laschet in der Noten-Affäre um verschwundene Klausuren Selbstkritik gezeigt. Bei einem Landesparteitag in Essen ging der 54-Jährige am Samstag auf seine Äußerung ein, er könnte erklären, warum es mehr Noten als Klausuren gegeben habe, mache das aber nicht. Wörtlich sagte Laschet vor den rund 600 Delegierten: „Das war - zugegeben - keine besonders geistreiche Formulierung.“

Er bedaure dies und habe eigentlich nur mahnen wollen, sich an Fakten und nicht an Mutmaßungen zu orientieren. Als Lehrbeauftragter der Hochschule RWTH Aachen hatte er in einem Europa-Seminar Noten aus Notizen rekonstruiert, nachdem alle Klausuren verschwunden waren. Dabei übermittelte Laschet 35 Noten, obwohl nur 28 Master-Studierende mitgeschrieben hatten.

von dpa  

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sondierungen in Berlin

Optimismus und Skepsis nach Jamaika-Gesprächen

Berlin Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne wollten am Donnerstag bei ihrem Treffen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen nicht zu sehr in Verletzungen der Vergangenheit rumwühlen. Nebenbei rumort es aber ordentlich - vor allem im konservativen Lager.mehr...

Fußball: Champions League

FC Bayern schlägt Celtic Glasgow ohne Probleme

MÜNCHEN Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat den Einzug in das Achtelfinale der Champions League wieder fest im Visier. Die Münchner gewannen am Mittwoch am dritten Spieltag der Gruppe B daheim 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Politik

Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin

Dresden (dpa) Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. Seine CDU wird kalt erwischt.mehr...