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Landesparteitag

Laschet neuer Chef der angeschlagenen NRW-CDU

KREFELD Die CDU in Nordrhein-Westfalen hat sich sieben Wochen nach ihrem Wahl-Desaster neu aufgestellt. Der bisherige Parteivize Armin Laschet wurde am Samstag auf einem Parteitag in Krefeld zum Vorsitzenden des mitgliederstärksten Landesverband gewählt - allerdings mit einem schwachen Ergebnis von 77,6 Prozent. Der 51-Jährige folgt damit auf Wahlverlierer Norbert Röttgen und soll die schwer angeschlagene Partei aus der Krise führen.

Laschet neuer Chef der angeschlagenen NRW-CDU

Armin Laschet (r) ist neuer Parteichef der CDU in NRW.

Dafür erhielt er von 488 der 629 Delegierten Rückhalt. 120 stimmten aber gegen den früheren NRW-Integrationsminister und 21 enthielten sich. Der Aachener hatte keinen Gegenkandidaten. Die CDU war unter Röttgen bei der Landtagswahl am 13. Mai auf ein Rekordtief von 26,3 Prozent abgestürzt. Röttgen hatte sofort die Verantwortung für das Debakel übernommen und seinen Rücktritt angekündigt. Drei Tage später entließ ihn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Bundesumweltminister. Kraft kann nach zwei Jahren Minderheitsregierung auf eine stabile rot-grüne Mehrheit im bevölkerungsreichsten Bundesland bauen.Laschet zufrieden mit Ergebnis

Laschet erklärte nach seiner Wahl, er sei «zufrieden» mit dem Ergebnis: «Das Ergebnis ist in Ordnung», sagte er vor Journalisten. Er sehe damit eine ausreichende Geschlossenheit. Laschets neuer Generalsekretär Bodo Löttgen kam auf eine Zustimmung von 92,0 Prozent. Laschet wollte schon 2010 Landeschef werden, unterlag aber damals Röttgen in einer Mitgliederbefragung. Röttgen war im November 2010 mit rund 92 Prozent der Stimmen zum Parteichef gewählt worden.Röttgen für schnellen Neustart

Röttgen mahnte einen schnellen Neustart an: «Wir haben eine Niederlage erlitten, aber wir haben unser Selbstbewusstsein nicht verloren und auch nicht unsere Überzeugungen», sagte er. «Wir dürfen uns nicht in Selbstbeschäftigung erschöpfen.» Er selbst habe Fehler gemacht und sei mit seinen Themen im Wahlkampf nicht angekommen. Es war Röttgens erster Auftritt auf großer politischer Bühne. Er wurde von den Delegierten mit eher höflichem Applaus bedacht.

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