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Spitzenpersonal

Laschet will mit „CDU-General“ Löttgen neuen Stil einführen

Düsseldorf „Hau drauf“ hat als Oppositionsstil ausgedient in der NRW-CDU. Der designierte neue Landeschef Laschet will den Instrumente-Kasten verfeinern: Zuhören, von der Basis lernen, mehr Menschlichkeit. Danach sucht Laschet sein Spitzenpersonal aus. So wie Bodo Löttgen.

Laschet will mit „CDU-General“ Löttgen neuen Stil einführen

Der designierte Parteivorsitzende der CDU in NRW, Armin Laschet (l), und der CDU-Politiker Bodo Löttgen.

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Bodo Löttgen soll neuer Generalsekretär der nordrhein-westfälischen CDU werden. Der designierte Parteichef, Armin Laschet, stellte seinen Wunsch-Kandidaten am Montag in Düsseldorf vor. Löttgen soll beim Landesparteitag am 30. Juni Oliver Wittke ablösen, den Vertrauten des bisherigen Parteichefs und ehemaligen Bundesumweltministers Norbert Röttgen.

Mit dem 53-jährigen Kommunalpolitiker aus dem oberbergischen Nümbrecht wolle er einen neuen Stil erproben, sagte Laschet. Löttgen gilt als gut vernetzt an der Basis, ist in sieben Jahren als Landtagsabgeordneter allerdings nicht als scharfzüngiger Angreifer aufgefallen. „Man wird auch stark durch Attacke“, räumte Laschet ein. Diese Abteilung werde unter anderem von Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann bestens bedient. „Aber unsere Mitglieder erwarten auch von uns, dass man nicht billige Hau-drauf-Wahlkämpfe macht, sondern mit eigenen Ideen sagt: Hier ist unser Gegenkonzept.“ Das heiße: „Sachkunde und Verbindlichkeit im menschlichen Umgang.“

Die CDU war bei der Landtagswahl am 13. Mai mit 26,3 Prozent auf ihr schlechtestes Ergebnis in NRW abgestürzt. Der Wiederaufbau könne jetzt nur „von unten aus den Kommunen“ gelingen, sagte Laschet. Löttgen, den Laschets Ruf in 2000 Metern Höhe beim Bergwandern erreicht hatte, zog eine Parallele zwischen seinem Hobby und seiner neuen Aufgabe: „Man ist unterwegs mit einer Mannschaft, mit der jeder den Gipfel erreichen will.“ Röttgen war vorgeworfen worden, die Interessen der Partei für seine eigene Karriereplanung in Berlin geopfert zu haben. Er wolle nun mit der Parteibasis ins Gespräch kommen, zuhören und lernen, sagte Löttgen, der den Wiedereinzug in den Landtag verpasst hatte. „Mein Ziel ist es, den Mitgliedern die Freude am Kampf für gemeinsame Ziele wiederzugeben.“ Nach dem Wahlschock hätten viele „noch ein bisschen Watte im Kopf“.

Eine weitere große Herausforderung der NRW-CDU sei es, ihre Wirtschaftskompetenz zurückzuerobern, sagte Laschet. Dabei soll die künftige Schatzmeisterin Andrea Verpoorten eine zentrale Rolle spielen. Die 38-jährige Steueranwältin aus Köln hatte den Wiedereinzug ins Parlament ebenfalls verpasst. Die noch amtierende Schatzmeisterin Christa Thoben tritt nicht mehr an. "Die Finanzlage der Partei ist ernst, aber nicht so dramatisch wie oft beschrieben“, sagte Laschet. Den Verbindlichkeiten der Partei stünden auch Werte gegenüber. Wegen des schlechten Wahlergebnisses schaffe die Partei die Sanierung ihrer Finanzen nun aber erst bis 2017 - zwei Jahre später als zunächst angepeilt. Konkrete Zahlen nannte Laschet nicht.

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