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Laubkörbe und längere Öffnungszeiten am Wertstoffhof: Das soll sich in Nordkirchen ändern

Wertstoffhof Nordkirchen

Wenn im Herbst die Blätter fliegen, sind die Grünabfall-Tonnen schnell voll. Eine Alternative für die Gemeinde Nordkirchen wären Laubkörbe. Doch es gibt ein Problem.

Nordkirchen

, 11.09.2018
Laubkörbe und längere Öffnungszeiten am Wertstoffhof: Das soll sich in Nordkirchen ändern

Ersatzcontainer für Grünabfälle (r.) sorgen seit einigen Wochen für mehr zusätzlichen Platz. Wer zum Wertstoffhof kommt, kann die Abfälle über eine Rampe gut erreichen.

Wenn am 18. September der Wirtschaftsausschuss tagt, stehen auch Themen auf dem Plan, die die Wertstoffentsorgung betreffen. „Seit mehreren Monaten hat es Diskussionen gegeben, inwieweit Verbesserungen möglich sind“, sagt Bürgermeister Dietmar Bergmann dazu.

Fehleinwürfe

Viele Menschen in der Gemeinde wünschen sich, dass Laubkörbe aufgestellt werden. Das sieht die Verwaltung kritisch. „Laubbehälter in drei Gemeinden aufzustellen; das wäre wesentlich teurer als einen großen Behälter am Wertstoffhof bereitzuhalten“, erklärt Bergmann. Außerdem befürchtet er, dass die Laubbehälter am Ende des Tages mehr Müll als Laub beinhalten. „Die Situation ist also schwierig.“ Das Problem der Fehleinwürfe habe es schon in vielen Gemeinden gegeben, die bereits Erfahrung mit solchen Behältern gemacht hätten.

Nordkirchener Bürger sind also weiterhin darauf angewiesen, eine Fahrt zum Wertstoffhof an der Ferdinand-Kortmann-Straße 16 zu unternehmen, der von der Firma Remondis betrieben wird. Dort allerdings gab es das Problem, dass der Behälter für Grünabfälle zu bestimmten Jahreszeiten ebenfalls schnell überfüllt war. „Wir haben uns mit der Firma Remondis in Verbindung gesetzt und eine gute Lösung gefunden“, erklärt Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann.

Am Wertstoffhof zeigt er auf die Reihen der Container, die „Mulden“ genannt werden. Einige sind vor Kurzem umgestellt worden; fünf kleine Behälter (5 Kubikmeter) wurden durch eine große Mulde (33 Kubikmeter) ersetzt.

Andere Kommunen haben schon abgeguckt

„Dadurch ist mehr Platz geschaffen worden, die waren nämlich am Wochenende immer schnell voll“, sagt Lachmann. Jetzt gibt es zwei zusätzliche große Ersatzmulden, auf die auch Dietmar Bergmann hinweist. „Wenn eine Mulde voll ist, kann man dann nach Bedarf ausweichen.“ Zum Befüllen können Autofahrer die Rampe nutzen, mit der man den oberen Rand der Mulden leicht erreichen kann.

Gleichzeitig können die Mulden auch vom unteren Hofteil über Treppen erreicht werden. „Jetzt kann man von beiden Seiten herankommen“, sagt Manuel Lachmann. Die Anfahrmöglichkeit mittels der Autorampe hätten sich bereits andere Kommunen abgeguckt.

Gebühren werden dadurch höher

Auch die Verlängerung der Öffnungszeiten des Wertstoffhofes soll auf der Ausschusssitzung diskutiert werden. Momentan hat der Hof freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Viele würden sich einen zusätzlichen Öffnungstag wünschen, zum Beispiel dienstags. Dazu hat sich die Verwaltung ein Angebot von Remondis eingeholt. Das würde sich in geringem Maße auf die Gebühren auswirken. Bei drei zusätzlichen Öffnungsstunden wären eine jährliche Erhöhung um drei Euro für das 80-Liter-Abfallgefäß, um fünf Euro für das 120-Liter-Gefäß und um elf Euro für das 240-Liter-Gefäß fällig. Die kosten momentan 184, 263 bzw. 501 Euro.

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