Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Freundin erwürgt

Lebenslange Haft für Münsterländer Schausteller

Münster Es klingt wie die Geschichte aus einem Kriminalroman. Ein Kirmes-Schausteller verliebt sich in eine Besucherin. Dann bestiehlt er sie und bringt sie schließlich um. Unfassbar: Erst im Krankenhaus starb das Opfer. Zwischen der Tat und dem Tod beklaute der Schausteller aus Recke im Kreis Steinfurt seine Freundin erneut. Da kam das Urteil nun wenig überraschend.

Lebenslange Haft für Münsterländer Schausteller

Nach einem tödlichen Beziehungsstreit ist ein Kirmes-Schausteller aus Recke im Kreis Steinfurt zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Der 28-jährige Angeklagte hatte gestanden, seine Freundin im Februar 2017 so lange gewürgt zu haben, bis sie bewusstlos geworden sei. Danach hatte er zwar den Notruf gewählt, aber laut dem Urteil vom Mittwoch bewusst keine Reanimationsmaßnahmen ergriffen. Seine 22-jährige Freundin war noch am selben Tag im Krankenhaus verstorben.

Belogen und bestohlen

Der 28-jährige Deutsche hatte seine spätere Freundin auf einer Kirmes kennengelernt. Nach wenigen Monaten war das Paar zusammengezogen. Laut Urteil hatte es in der Beziehung allerdings von Anfang an gekriselt. Der Angeklagte sei eifersüchtig gewesen und habe die 22-Jährige immer mehr eingeengt. Außerdem habe er sie von Anfang an belogen und bestohlen. Er habe sich heimlich an ihren Ersparnissen vergriffen und ohne ihr Wissen Geld von ihrem Konto abgehoben.

DORTMUND Im Februar verhinderte Saskia Jürgens einen Mord in Dortmund-Mengede - nun erhielt die 17-Jährige aus Waltrop dafür nach einem ersten Lob der Polizei in Berlin einen Zivilcourage-Preis samt 10.000 Euro für ihr mutiges Handeln. Einen Auftritt in einer bekannten Fernsehsendung gibt es noch oben drauf.mehr...

Um den Diebstahl zu vertuschen, habe er immer neue Ausreden erfunden. „Er hat um sich herum ein immer größeres Lügengebilde aufgebaut und neue Lügen erfunden, um vorherige zu vertuschen“, sagte Richterin Gabriele Böhner bei der Urteilsverkündung am Landgericht Münster. Das sei ihm jedoch immer weniger gelungen. Wenige Tage vor der Tat habe sich der 28-Jährige schließlich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie er seine Freundin töten könnte. Dazu habe er im Internet unter anderem diese Suchanfrage eingegeben: „Stirbt man schnell, wenn man erwürgt wird?“

Vor Gericht gelogen

Bei einem erneuten Streit am Morgen des 20. Februar 2017 hatte der zur Tatzeit arbeitslose Kirmes-Schausteller die 22-Jährige nach eigenen Angaben aufs Bett geschubst und so lange gewürgt, bis kein Lebenszeichen mehr zu erkennen gewesen sei. „Er handelte aus Wut, Trauer und Frust über die zerbrochene Liebesbeziehung“, so Richterin Böhner. Aber auch, weil er durch seine ständigen Lügen immer mehr in die Enge getrieben worden sei und sich dadurch gedemütigt gefühlt habe.

Nach der Tat hatte der 28-Jährige erneut Geld vom Konto seiner Freundin abgehoben, bevor er selbst den Notruf wählte. Dabei habe er laut Urteil unter „herzzerreißendem Geschluchze“ mitgeteilt, dass er seine Freundin völlig überraschend tot aufgefunden habe. Diese Lüge hatte der Angeklagte im Prozess allerdings bei seinem Geständnis wieder zurückgenommen.

dpa

DORTMUND/HAGEN Die Hagener Kriminalpolizei hat eine der spektakulärsten Raub-Serien in Nordrhein-Westfalen aufgeklärt. Fünf Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Bei Überfällen auf Geldtransporter setzte die Bande auch Kriegswaffen ein. Der Ermittlungserfolg nahm nach einer Tat in Dortmund seinen Lauf.mehr...

Dorsten/Essen Vor dem Essener Schwurgericht hat der Prozess um das Feuer-Drama von der Lippestraße begonnen. Ein 24-jähriger Bewohner des Wohn- und Geschäftshauses soll in der Nacht auf den 15. November einen Brand gelegt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor.mehr...

Freund sagte vor Gericht aus

So prahlte Marcel H. mit dem Mord an Jaden (9)

BOCHUM Erst verschickte er Fotos der Leichen. Dann tat er so, als hätte er schon fünf Leute umgebracht. Im Doppelmord-Prozess gegen Marcel H. aus Herne ist über einen Chat-Freund am Mittwoch bekannt geworden, wie der 19-Jährige mit seinen Taten geprahlt hat.mehr...

Vierter Verhandlungstag im Mordprozess

Mutter bricht in Tränen aus

AHAUS Der Prozess gegen den 28-jährigen Mann aus Nigeria, der eine Flüchtlingshelferin aus Ahaus getötet haben soll, ging am Dienstag vor dem Landgericht Münster weiter. Erstmals war auch die Mutter der getöteten Studentin anwesend. Der Beschuldigte äußerte sich zwar nicht, doch sein ehemaliger Mitbewohner sagte aus.mehr...

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Vermischtes

Sterbenden Rentner in Bank ignoriert: Prozess startet

Essen (dpa) Sprachlos machte der Fall, fassungslos das Verhalten: Vor knapp einem Jahr liegt ein hilfloser Mann im Vorraum einer Essener Bankfiliale. Vier Kunden ignorieren ihn, er stirbt später. Jetzt stehen drei Bankkunden vor Gericht.mehr...

Vermischtes

Intensivstation: Wochenend-Einlieferung erhöht Sterberisiko

Wien (dpa) Auf der Intensivstation geht es um Leben und Tod. Macht es einen Unterschied, ob ein Patient am Wochenende oder unter der Woche eingeliefert wird? Zumindest für Österreich sagen Forscher: ja.mehr...

Vermischtes

Bombe in Frankfurt trotz Hindernissen erfolgreich entschärft

Frankfurt (dpa) Später als geplant gibt die Polizei Entwarnung: Die Weltkriegsbombe ist entschärft. Renitente Anwohner und technische Tücken des Sprengsatzes kosten viel Zeit.mehr...

Vermischtes

Polizei: Missbrauch von Notrufen hat zugenommen

Berlin/München (dpa) Wenn Anrufer die 110 oder die 112 wählen, sind Rettungskräfte sofort in Alarmbereitschaft. Nicht immer brauchen Anrufer wirklich Hilfe. Einfach auflegen geht trotzdem nicht.mehr...

Fahrer schwer verletzt

Bagger stürzt von Eisenbahnbrücke in Duisburg

DUISBURG Bei Gleisbauarbeiten auf einer Eisenbahnbrücke in Duisburg ist in der Nacht zu Donnerstag ein Bagger mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Der Fahrer des Baggers wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebraucht werden. Jetzt ermittelt der Arbeitsschutz.mehr...

Aus dem Münsterland

Freundin erwürgt: Schausteller legt Geständnis ab

Münster Ein Kirmes-Schausteller aus Recke im Kreis Steinfurt hat gestanden, vor sechs Monaten seine Freundin umgebracht zu haben. Er habe sie getötet - es aber nicht gewollt, sagt er vor Gericht. Der Grund für die Tat: Sein Lügengebilde war zusammengebrochen.mehr...