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Ledig und Garagenparker: Die Versicherungs-Rabatte

Berlin/Düsseldorf (dpa/tmn) Die Versicherung für das Auto hat einen großen Nachteil: Sie kostet Geld. Selbst wenn der letzte Unfall Jahre zurückliegt und ein Diebstahl noch nie vorgekommen ist, müssen Beiträge gezahlt werden.

Ledig und Garagenparker: Die Versicherungs-Rabatte

Möglichkeiten zum Sparen - Fahrzeughalter können bei der Kfz-Versicherung von verschiedenen Rabatten profitieren. (Bild: Schierenbeck/Wenda/dpa/tmn)

Kein Wunder also, dass sich viele Autofahrer zum turnusmäßigen Termin des möglichen Anbieter-Wechsels nach günstigeren Möglichkeiten umschauen. Dabei sind nicht nur die Tarife ein Thema - häufig locken die Versicherer auch mit Rabatten.

Mittlerweile gibt es bei der Autoversicherung eine ganze Reihe an Rabatten. «Zu den üblicheren Möglichkeiten zählen sicher der Garagen- oder auch der Kilometer-Rabatt», sagt Stephan Schweda, Sprecher des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Der sogenannte Garagenrabatt steht dafür, dass ein geringerer Versicherungsbeitrag gezahlt wird, wenn der Wagen nicht auf der Straße, sondern in einer Garage geparkt wird. Der Grund für den Nachlass ist naheliegend: Hinter der abgeschlossenen Garagentür besteht ein geringeres Risiko, dass der Wagen entwendet wird.

Ähnlich ist es bei den Rabatten, die damit zusammenhängen, dass der Versicherte angibt, nur eine begrenzte jährliche Kilometerleistung mit dem Wagen zu fahren. So ein Wenigfahrer ist daher nicht so oft auf der Straße unterwegs - und damit ist auch die Unfallgefahr geringer als bei einem Vielfahrer.

Allerdings beweisen die Versicherungen einiges an Kreativität. So gibt es laut dem Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart zum Beispiel auch einen Öko-Rabatt, wenn der Versicherungsnehmer ein sparsames Fahrzeug lenkt. Der Hausbesitzer-Rabatt senkt die Prämie, wenn der Kunde im Eigenheim lebt, der «Lady»-Rabatt steht zur Verfügung, wenn das Auto nur von einer Frau gefahren wird, und der Einzelfahrer-Rabatt gilt, wenn immer nur eine bestimmte Person am Lenkrad sitzt. Daneben gibt es den Berufsgruppen-Rabatt, den Zweitwagen-Rabatt, den Sicherheitstrainings-Rabatt, den Fahrerkreis-Rabatt und, und, und.

Doch ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn ein Rabatt ist zwar ein Nachlass auf den Beitrag - was aber nicht bedeutet, dass es hier am günstigsten ist. Laut ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner gilt nämlich eine Faustformel: «Je mehr Rabatte, desto höher ist der Grundtarif, der zu entrichten ist.» Schließlich wollen die Versicherungen keine Geschenke machen: Rabatte sind Marketingmaßnahmen, deren Ziel allein darin besteht, möglichst viele neue Kunden anzuwerben.

Und weil das so ist, sollte auch auf mögliche Fallstricke geachtet werden. «Bei Rabatten ist es zuerst einmal wichtig, darauf zu schauen, was man tatsächlich sparen kann», sagt Jost Kärger, Versicherungs-Jurist des ADAC in München. «Dann ist es aber auch noch wichtig zu schauen, was passiert, wenn man die Voraussetzungen nicht einhalten kann oder sie verletzt.»

Denn ohne Einschränkungen gibt es die Rabatte nicht. «Ein Problem kann dadurch entstehen, dass sogenannte Vertragsstrafen vereinbart werden», erklärt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. «Diese Vertragsstrafen sind allerdings sehr unterschiedlich.» Sie können zum Beispiel fällig werden, wenn der mit einem Garagen-Rabatt versicherte Wagen nicht in der Garage stand, als der Autodieb zugeschlagen hat.

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