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Alte Asbecker Zapfsäule soll in die Denkmalliste

Geschichte

LEGDEN-ASBECK Die Anzeige bleibt auf Null stehen. Keinen Millimeter bewegt sich das Ziffernrad nach vorne. An der Tankstelle im Asbecker Ortskern kostet der Liter Benzin konstant 0,00 DM - auch wenn andernorts die Preise nur so auf und ab springen. Dort fließt allerdings auch Sprit aus der Zapfpistole, in Asbeck sind es Erinnerungen.

25.08.2010
Alte Asbecker Zapfsäule soll in die Denkmalliste

Ein Spiegel der Zeit und des Stfitsdorfes: die Zapfsäule der ehemaligen Tankstelle Westerhoff.

Zum Beispiel an die ersten vereinzelten Autos im Stiftsdorf in den 1930er Jahren, als die Tankstelle ihren Betrieb aufnahm, oder an das erste eigene Auto in den 1970er Jahren, aus denen die damals so moderne rot-weiße Zapfsäule stammt. Wer die ehemalige Tankstelle Westerhoff besucht, beginnt nachzudenken - beste Voraussetzungen, die Zapfsäule zum Denkmal zu erklären, wie das Amt für Denkmalpflege meint. Bauausschuss und Rat müssen in ihren Sitzungen am 1. und 13. September entscheiden, ob sie sich der Expertenmeinung aus Münster anschließen und die Zapfsäule der ehemaligen Tankstelle auf der Stiftsstraße unter Denkmalschutz stellen.Beliebtes Fotomotiv Der eine oder andere wird sich über den Antrag wundern, mit dem sich die Kommunalpolitiker in ihren ersten Sitzungen nach der Sommerpause auseinander setzen müssen. Denn nicht wenige haben vermutet, dass die Tankstelle unter der mächtigen Linde längst unter Schutz stehe. Bei den beliebten Oldtimer-Ausfahrten - aber längst nicht nur bei ihnen - dient sie oft als Fotomotiv. Und auch Fahrradtouristen auf dem Weg zum Stiftsmuseum oder zur Ofenstättensammlung posieren gerne davor für ein Erinnerungsfoto. Nicht nur Auswärtigen schlägt das Herz höher, wenn sie das alte Fachwerkhaus mit der betagten Zapfsäule sehen. Längst dient die "Tanke" als Treffpunkt, den jeder kennt.Erinnerung an Bürgersteigpumpen In der gläsernen Anzeige der Zapfsäule bewegen sich zwar schon lange nicht mehr die Ziffern. Dafür spiegelt sich darin das öffentliche Leben im Zentrum rund um Dormitorium und Kirchturm. Anfangs gab es Benzin der Firma Leuna in der ersten und letzten Asbecker Tankstelle zu kaufen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Tankstelle geschlossen - aus Spritmangel. Nach dem Krieg ging es weiter mit wechselnden Benzinmarken. 1974 erhielt die Tankstelle ihr heutiges Aussehen. Sie wurde modernisiert, und die rot-weiße Avia-Zapfsäule wurde aufgestellt. Dennoch erinnerte sie immer noch mehr an die ersten Bürgersteigpumpen als an die Großtankstellen der Zeit. Ihre Nachfolger haben inzwischen die kleinen Anbieter nahezu komplett verdrängt."Stück Heimatgeschichte" Wenige Erfindungen haben das Leben so sehr verändert wie die des Automobils. Daher kommt auch den Versorgungsbauten des Automobilverkehrs ein besonderer Stellenwert zu, wie das Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau (IRB) meint. Die Denkmalbehörde in Münster sagt es etwas einfacher: "Für Asbeck ist die Tankstelle Westerhoff ein Stück Heimatgeschichte."

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