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Alter Bebauungsplan ist nicht mehr zeitgemäß

Neue Vorgaben für Baugebiet „Auf’m Lindert“

Wer vor 30 oder 40 Jahren ein Haus baute, bekam strenge Vorgaben, wie der Bau aussehen durfte. Das hat Auswirkungen bis heute.

Legden

, 07.03.2018
Alter Bebauungsplan ist nicht mehr zeitgemäß

An der Anne-Frank-Straße wird zurzeit gebaut, es gibt noch einige Freiflächen. © Ronny von Wangenheim

Mancher Hausbesitzer will nach Jahrzehnten das Dach ausbauen oder anbauen, andere wollen neu bauen. Sie alle müssen sich nach den Bebauungsplänen richten, wie sie teilweise vor Jahrzehnten beschlossen wurden. Am Baugebiet „Auf’m Lindert“ will die Gemeinde jetzt exemplarisch die Festsetzungen von einst überarbeiten.

Bürgerversammlung

Alle interessierten Bürger werden darüber bei einer Versammlung informiert. Sie findet statt am Mittwoch, 14. März, um 19 Uhr in der Aula der Sekundarschule an der Weishauptstraße 1. Dort soll die Planung erläutert und mit den Bürgern diskutiert werden. Die Planungen dazu, so erläutert Bürgermeister Friedhelm Kleweken auf Anfrage der Münsterland Zeitung, laufen bereits länger. Schon 2015 wurde eine Änderung des Bebauungsplans für das Wohngebiet aus den 1990er-Jahren beschlossen. Dass es dafür Bedarf gibt, hat sich bereits bei früheren Gesprächsrunden mit Nachbarschaften ergeben. „Es gibt Hinweise und Sorge, dass dort auch Großbauten entstehen könnten“, sagt Friedhelm Kleweken.

Ungenutzte Baulücken aktivieren

Das Baugebiet wird im Wesentlichen von den Straßen B 474, Westring und Fliegenmarkt eingefasst, betroffen sind die Straßen Lindert und Anne-Frank-Straße. „Ziel der Planung ist die Aktivierung von ungenutzten Baulücken, die Schaffung von zusätzlichen Wohnungen und die effiziente Nutzung der bestehenden Infrastruktur“ heißt es in der Bekanntmachung der Gemeinde Legden.

In den Bebauungsplänen aus den 1970er- bis 1990er- Jahren wurde alles bis ins kleinste geregelt. Die Vorgaben richteten sich nach den damaligen Moden. „Heute sind ja eher sogenannte Stadtvillen gefragt“, sagt Friedhelm Kleweken, dass einige Vorgaben nicht mehr zeitgemäß sind. Wie die Gemeinde Legden die Entwicklung ihrer Baugebiete heute vorantreibt, kann man gut im Gebiet Up’n’Berge sehen, wo die Bauherren relativ große Freiheiten haben. Im Baugebiet Auf’m Lindert dagegen musste bei neuen Bauprojekten bislang häufig mit Befreiuungsanträgen gearbeitet werden, so Kleweken. Auch der Bauausschuss musste gehört werden.

Sollte sich die Überarbeitung des Bebaungsplans als sinnvoll erweisen, könnten sukzessive andere ältere Baugebiete folgen.