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Asbecker Frauen wischen für das Patronatsfest

Stiftskirche Asbeck

Sieben Mal im Jahr rücken sie in der Kirche an, die sieben Frauen aus der Asbecker Frauengemeinschaft. Mit Wischer, Eimer und Staubwedel. Das macht ihnen durchaus Spaß. Nur in den Beichtstuhl gehen sie nicht so gerne.

Asbeck

, 10.07.2018
Asbecker Frauen wischen für das Patronatsfest

Monika Kerkhoff, Hedwig Kock, Maria Hölscher, Annelis Sprey, Monika Reers, Anni Haverkock und Marlies Benker putzen regelmäßig die Asbecker Kirche St. Margareta so wie jetzt vor dem Patronatsfest. © Ronny von Wangenheim

Wie lange die „Kirchen-Putzfrauen“ schon ihren Dienst versehen? Die Frauen überlegen. Gefühlte Ewigkeiten. Er ist selbstverständlich geworden, der Dienst in der Stiftskirche. Ehrenamt, sagt Monika Kerkhoff, wird in Asbeck groß geschrieben. Und die Asbecker Frauengemeinschaft feiert in diesem Jahr schon ihr 100-jähriges Bestehen.

Zu den hohen Feiertagen – vor Weihnachten, in der Karwoche, zu Christi Himmelfahrt, zur Pflaumenkirmes, Allerheiligen und nach dem Krippenabbau – werden Bänke abgewischt, Böden geputzt und Spinnweben beseitigt. Davon gibt es reichlich – vor allem im Beichtstuhl. „Da behaupten sich die Spinnen am meisten“, erzählt Marlies Benker. „Den brauchen die Asbecker einfach nicht“, scherzt eine der Frauen.

Mit einem Lied

Auch auf der Orgelempore wird geputzt. Zu Weihnachten, so erzählen sie, wenn Krippe und Tannenbaum schon stehen, dann singen sie gemeinsam Weihnachtslieder, während der Staub verschwindet. Überhaupt – in der Gemeinschaft macht das Putzen Spaß.

Kollektengeld, so sagt Monika Kerkhoff lachend, haben sie noch nicht gefunden. Dafür aber immer mal wieder die Hinterlassenschaften von Fledermäusen. Die fliegen, wenn die Fenster offen stehen, auf der einen Seite in die Kirche und auf der anderen wieder hinaus. „Die Fledermäuse sind gerne in der Nähe der Orgelempore, da ist es dunkel“, erzählt Anni Haverkock. Die Küsterin ist immer dabei, wenn es ans Putzen geht. Wenn die Figuren, die weit oben an den Wänden angebracht sind, ordentlich gesäubert werden müssen, steigt sie allerdings alleine auf die Leiter.

Anni Haverkock sorgt auch für den angenehmen Ausklang der Putzaktion. Beim Kaffee in der Sakristei oder bei schönem Wetter draußen unterhalten sich dann die Frauen noch in aller Ruhe.

Am Montag ist das Patronatsfest der Anlass für die Putzaktion. Am Sonntag, 15. Juli, wird die Heilige Margareta geehrt. Dazu wird die Silberstatuette für den Gottesdienst, der um 10.30 Uhr beginnt, aus dem Stiftsmuseum im Dormitorium in die Kirche gebracht. Ihr Gedenktag ist der 20. Juli.

Patronin der Schwangeren

Die mehr als 500 Jahre alte und knapp 40 Zentimeter große Figur, in der sich früher Reliquien befanden, verweist auf die Legende der Heiligen, einer Jungfrau und Märtyrerin, die um 300 gelebt haben soll. Die Patronin der Gemeinde (Foto) steht auf einem Drachen, den sie an der Kette hält und dessen Schlund sie mit einer Stange durchbohrt hat. Sie gilt als Patronin der Schwangeren.

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