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Betrieb geht an Tönnies

Schlachthof Legden

Die Tönnies-Gruppe, Deutschlands größter Fleischkonzern, hat den Schlachthof am Bahndamm in Legden übernommen und drei Millionen Euro investiert. Nach einer Komplett-Erneuerung der Schlachtstraße in nur acht Wochen werden jetzt die ersten Rinder geschlachtet – 250 pro Tag, 1500 in der Woche.

LEGDEN

, 12.11.2014
Betrieb geht an Tönnies

Unter Dampf: Ein Blick in die neue Schlachtstraße des Schlachthofes Legden.

Vorheriger Eigentümer war der Gelsenkirchener Fleischgroßhandel Hoffmann und Kruse, der den Schlachthof nicht selbst betrieb, sondern an Lohnschlachter vermietete. Am 1. September hat Tönnies den Schlachthof übernommen und in Rekordzeit völlig entkernt und neu eingerichtet. Bis zu 150 Handwerker täglich waren in den vergangenen Wochen mit dem Aufbau des neuen Betriebs beschäftigt. „Wir haben jetzt einen modernen Schlachtbetrieb auf höchstem Niveau“, sagt Matthias Voet, der auch die beiden Rinderschlachthöfe der Tönnies-Gruppe in Wilhelmshaven (3000 Tiere pro Woche) und Beckum (800 Tiere pro Woche) leitet. Ein weitere Tönnies-Rinderschlachthof ist im Allgäu ansässig. Mit 1500 Schlachttieren pro Woche gehört der Standort Legden nach Unternehmensangaben zu den 20 größten Großvieh-Schlachthäusern in Deutschland.

Und der Schlachthof soll noch weiter wachsen. Voet: „Wir streben eine Genehmigung für 2500 Schlachttiere pro Woche an.“ Die Schlachtstraße ist danach bereits ausgerichtet. Gebaut werden müssten dafür allerdings noch neue Kühlhäuser, für die auf dem Firmengelände am Bahndamm noch genügen Platz wäre. Bis Ende 2015, so hofft Voet, werde diese Erweiterung gelingen. Die Zahl der Mitarbeiter könnte dann auf 85 steigen. Zur Zeit sind im Schlachthof Legden 65 Mitarbeiter beschäftig, darunter drei in der Verwaltung, die von Hoffmann und Kruse übernommen wurden. Die Schlachter und Zerleger, so Voet, stelle ein deutscher Werksvertragspartner. Er betont: „Alle Mitarbeiter sind in Deutschland angemeldet, alle Arbeitsplätze sind sozialversicherungspflichtig.“

Den Standort Legden nennt Voet „ideal“: Die Gegend sei viehreich und die Autobahn nahe. „Uns liegt daran, die Transportwege möglichst kurz zu halten“, so Voet. Nicht nur weil das die Tiere weniger belastet, sondern weil es auch besser fürs Fleisch ist. Voet: „Das Steak von gestressten Tieren ist zäh wie eine Schuhsohle.“ Täglich fahren rund 20 Viehtransporte zum Legdener Schlachthof. Das Großvieh stammt von Bauernhöfen in einem Radius von 60 bis 70 Kilometer. Die Tiere werden in Legden geschlachtet und in Viertel zerlegt. Die Viertel werden am Stammsitz in Rheda weiterverarbeteitet. Steaks, Filets und Braten sind nicht nur in deutschen Supermärkten zu finden. Tönnies-Fleischwaren sind europaweit zu haben. Eigentlich sogar weltweit. Es gibt Rinderteile, die werden hierzulande nicht gegessen, aber anderswo gelten sie als Spezialitäten. Voet: „Die Blättermagen aus Legden werden wohl in chinesischen Küchen landen.“

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