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Bienen beobachten und Honig schleudern

Imker wollen mit einem Lehrpfad Menschen die Welt der Insekten näherbringen. Ein Schaukasten zeigt zwei Bienenwaben. Und es gibt noch mehr Ideen.

LEGDEN

, 14.09.2017
Bienen beobachten und Honig schleudern

Fünf Imker stellten den Wildbienenlehrpfad vor: (v.l.) Gerda Bogenstahl, Reinhold Eynck, Martina Schürmann von Innogy, Werner Löhring, Antonius Schulze Beikel und André Salewski, vorne Ferdinand, Bjane und Insa.

Angst vor Bienen – die haben Ferdinand und Insa nicht. Stolz stehen sie in ihren Imkeranzügen vor dem Bienenschaukasten. Hinter dem sicheren Glas tummeln sich emsig hunderte Honigbienen. Und weil etliche auch noch um den nahen Bienenkasten herumfliegen, darf Ferdinand sogar mit dem Smoker Rauch verteilen.

Die beiden Kinder und Insas Bruder Bjane sind die ersten, die den neuen Schaukasten besichtigen können. Mit ihm ist der neue Bienenlehrpfad im Dahliengarten komplett. Die Initiative ging von Gerda Bogenstahl aus, die hier ihre beiden Bienenkästen aufgestellt hat (Münsterland Zeitung berichtete). Auf Schautafeln wird sowohl die Welt der Honigbienen als die der Wildbienen erklärt. „Beide kann man nicht vergleichen“, sagt Reinhold Eynck. Der Vorsitzende des Legdener Imkervereins erläutert: „Wildbienen leben allein, Honigbienen sind ein staatenbildendes Insekt.“

Üppige Blütenpracht

Beide Arten sind im Dahliengarten zuhause. Üppig blüht es in der Nähe des Eingangs an der Kirchstraße. Was die Legdener Imker dort gesät haben, zieht jetzt viele Insekten an. Mittendrin, nur ein paar Meter von den Bienenkästen entfernt, haben sie einen Wildbienenstand ausgestattet.

Gerda Bogenstahl kann von großem Interesse an der Neuheit im Dahliengarten berichten. Wenn sie für den Dahliengartenverein Führungen macht, hält sie jetzt immer auch bei den Bienen. „Es ist ein Startschuss“, erzählt sie, dass es viel mehr Aktivitäten geben soll. Fünf kleine Imkeranzüge wurden bereits besorgt, im nächsten Frühjahr sollen es noch mehr werden. „Wir wollen kleine Schleudern anschaffen“, erzählt Gerda Bogenstahl von einer weiteren Idee. Dann können Gruppen in Kindergärten oder Grundschulen auch mal selbst Honig schleudern.

Auch über einen größeren Schaukasten mit dann vier Waben denkt der Imkerverein nach. Damit kann der Verein auch viel besser Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Den Menschen die Welt der Insekten näherzubringen, darauf hinzuweisen, wie bedroht sie sind, das ist das erklärte Ziel.

Winterruhe

Erst einmal kehrt bereits jetzt die Winterruhe ein. Die Bienenwaben wurden nach der Präsentation wieder in den geschützten Bienenkasten gebracht. „Es ist jetzt schon zu kalt“, sagt Reinhold Eynck und weist auf das Glas, das schon beschlägt, weil die Bienen in der Wabe Wärme verbreiten. „Das Imkerjahr ist zu Ende. Die Saison beginnt wieder im April.“

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