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Bilder zum Lesen und Bücher zum Betrachten

29.08.2008

Asbeck Ein Buch, das jeder lesen kann - egal welche Sprache er spricht. Eine Schrift, die jeder entziffern kann - egal ob Slawe oder Asiat. Literatur, die jedem zugänglich ist - selbst Analphabeten. Das gibt es nicht? Falsch! Dagmar Kleimann stellt ab Sonntag im Asbecker Dormitorium gleich mehrere Bände vor.

Die Goldschmiedin aus Bocholt ist eine eine Grenzgängerin: Sie schreibt Bilder und malt Schriften. In jedem Fall erzählt sie - und der staunende Betrachter hört dabei stets seine eigene, ganz private, noch nie jemandem anvertraute Geschichte. In ihrer imaginären Schrift, die flüssig aus der Tuschefeder fließt, vertraut sie dem Papier Geheimnisse an - ihre eigenen und zugleich die jedes anderen. Denn die in Größe und Form variierenden fantastischen Schriftzeichen wirken bei der Lektüre wie eine Projektionsfläche.

"Die Suche nach der Essenz ist immer meine Sache", sagt die Künstlerin. Die Bücher sind dabei nur eine Ausdrucksform - in ihrer Kunstausstellung im Dormitorium gar nicht mal die dominierende. Dort sind es neben den organisch wirkenden Plastiken aus Stein, Holz, Glas und Stahl die Collagen, die ihre Suche nach dem, was den Dingen zugrunde liegt, illustrieren: Wie durchsichtige Folien legt sie unterschiedliche Schichten aufeinander, kombiniert Materialien und bleibt trotz der Fülle stets sparsam - um eben nicht den Blick zu verstellen auf den Kern der Dinge. sy-

"Ich erzähle in Bildern": Ausstellungseröffnung am Sonntag, 11 Uhr, 31. August bis 12. Oktober, 14.30 bis 17 Uhr