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CDU und SPD stimmen im Rat für Maßnahmenpaket

Integriertes Handlungskonzept

Martina Schrage (CDU) sprach von einem chancenreichen Projekt, das wichtige Pflöcke für die Zukunft Legdens einschlagen. Heinz Gausling (UWG) konterte mit Ablehnung: Nichts Neues, nichts Besonderes, nichts Konkretes – und außerdem mit falschen Prioritäten. Beide meinten das integrierte Handlungskonzept.

LEGDEN

, 04.11.2014

Zuvor hatte Alexander Guttek vom Planungsbüro Farwick+Grote am Montagabend dem Rat das umfangreiche Maßnahmenpaket für ein ganzes Jahrzehnt noch einmal Punkt für Punkt vorgestellt: vom Abbau der Barrieren in den Ortskernen von Legden und Asbeck über den Dahliengarten, Heimatmuseum und die Mobilitätszentrale für den Bürgerbus bis hin zur Sanierung öffentlicher Gebäude und den Umbau der Bundesstraße 474 (Münsterland Zeitung berichtete). Guttek erläuterte auch, warum alle diese Maßnahmen in einem integrierten Handlungskonzept aufeinander abgestimmt werden. Nur so könne die Gemeinde in den Genuss möglicher Städtebaufördermittel des Landes NRW gelangen. Mit dem Konzept könne die Gemeinde in den Jahren 2015/2016 auf einen 60-prozentigen Landeszuschuss bei erwarteten Projektausgaben von insgesamt 720 000 Euro hoffen.

Dass Legden trotz knapper Kasse auch eigenes Geld in die Hand nehmen muss, hält die CDU-Fraktionsvorsitzende Martina Schrage für notwendig. „Wir müssen die Gemeinde weiterentwickeln. Wir dürfen uns nicht totsparen“, warb die die um Zustimmung des gesamten Rates. Sigrid Goßling und ihre SPD gaben sie gerne: „Die Projekte kommen ja nicht nur älteren Menschen, sondern auch jungen Familien zugute.“ Heinz Gausling und die UWG aber wollten nicht ja sagen. „Das Konzept enthält zu viele Dinge, die selbstverständlich sind oder die wir sowieso schon geplant haben.“ Außerdem habe die schlecht besuchte Bürgerversammlung im Oktober gezeigt, dass auch die Legdener keinen Bedarf sähen. Gausling: „Wir dürfen keine Steuermittel verbraten.“

Bürgermeister Friedhelm Kleweken widersprach: Die sehr gute Beteiligung bei den Einzelprojekten beweise das Bürgerinteresse – auch wenn der eher abstrakte Vortrag im Oktober wenig Zuhörer gefunden habe. Am Ende der Debatte stimmten CDU und SPD mit zwölf Stimmen für das Handlungskonzept. Vier UGW-Mitglieder votierten dagegen, eines enthielt sich der Stimme. Nach dem Ratsvotum wird nun eine Dokumentation erstellt. Dann werden Städtebaufördermittel beantragt. Das 55-seitige Integrierte Konzept ist im Internet zu finden. www.zukunftsdorf-legden.de

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