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Feiern mit Lupo und Jetta

VW-Treffen

Es war nicht alles Golf, was glänzte am Wochenende an der Düstermühle, sondern Polo, Lupo, Bora, Jetta und auch Käfer.

LEGDEN/AHAUS

von von Denise Perrevort-Elkemann

, 04.06.2012
Feiern mit Lupo und Jetta

Dieser VW hat zwar kein Herz aus Gold, aber ein Getriebe - und das ist so etwas ähnliches.

Alle waren sie von nah und auch fern zum vom VW-Golf-Club Ahaus organisierten VW-Treffen gekommen, um sich zu präsentieren und auszutauschen. „Bislang sind es etwas mehr als 150 Autos, durchschnittlich mit drei Personen besetzt, aber wir rechnen noch mit etwa 250 Wagen, die noch kommen“, sagte Thomas Niehues, Sprecher des Ahauser Clubs am Samstagmittag. Wie berechtigt diese Schätzung war, bewiesen die nach und nach ankommenden Autos, die von den bereits Anwesenden interessiert begutachtet wurden. Dass das VW-Treffen eigentlich mehr als eine bloße Zusammenkunft Gleichgesinnter war, sondern eher einem gut motorisierten Familientreffen glich, bewiesen die zahlreich angereisten Familien und auch die entspannte Campingstimmung. Nicht nur die Bandbreite der verschiedenen VW-Modelle war enorm, sondern auch das Programm, das geboten wurde. Neben Kuchen- und Eisbuden, T-Shirt-Ständen und Hüpfburg gab es jede Menge „Automäßiges“ wie einen Überschlagsimulator des ADAC, einen Glasgraveur und eine Dezibel-Messstation. Auch das Unterhaltungsangebot des Wochenendes war nichts für „Leichtmotorisierte“ und ein Blick in die Zelte zeigte, dass bereits am Freitagabend ordentlich gefeiert wurde.

„Ein Clubspiel haben wir schon gemacht“, erklärte Niehues lächelnd, „da mussten die Clubs gegeneinander antreten und so viele Leute wie möglich in einen kleinen Fiesta quetschen.“ Gewonnen hätte dann ein Club aus Duisburg mit insgesamt 19 Leuten. „Da waren aber eine Menge Kinder dabei“, grinste der VW-Fan. Gewonnen werden konnte aber noch mehr, denn nicht nur die Aktivität auf dem Platz, sondern die Aktivität am Auto sollte belohnt werden. So wurden zum Beispiel im Laufe des Wochenendes noch eine Menge Preise vergeben, unter anderem an den jüngsten und ältesten Teilnehmer oder das älteste Fahrzeug. Dass die Auto-Liebe mancher Besucher scheinbar keine Grenzen kennt, bewies ein Blick über die grünen Wiesen der Düstermühle. Vom Nostalgiker im VW-Käfer bis zum hochgetunten VW-Transporter mit Flat-Screen im Kofferraum war alles zu finden. Grüne Felgen, Flügeltüren, vergoldete Motorräume, mit Blümchen und Körbchen verzierte Wagen – der Arbeitseifer und Erfindungsreichtum waren unerschöpflich. Neben High-Tech-Autos, deren Musikanlagen gegen jede Dorfdisko hätten antreten können, waren vor allem die Oldtimer ein Augenschmaus.

Dass Oldtimer jedoch nicht gleich Oldtimer ist, bewies ein Golf, der auf dem Platz nur liebevoll „Die Ratte“ genannt wurde, und dessen Zustand keineswegs vermuten ließ, dass er „auf eigener Achse“ die Legdener Grünfläche erreicht hatte, wie sein Besitzer Tim Tolges aus Lotte/Osnabrück versicherte. „Eva“, der Käfer, zeigte da ganz andere Oldtimerqualitäten: „Der Wagen ist von 1969 und es hat sechs Monate gedauert, bis ich ihn so hergerichtet hatte“, erklärte Natascha Nichotz stolz. Welches Modell auch favorisiert wurde, ob alt, ob neu, glänzend oder verrostet, für die Besucher war das Wochenende ein voller Erfolg. Nicht umsonst war der Radiosender Eins live extra angereist und hatte das VW-Treffen zum „Allerbesten Ort am Samstag“ gekürt.

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