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Feuerwehr warnt vor giftigen Gasen bei der Maissilage

Maisernte

Bedingt durch die Trockenheit befindet sich im Mais, der jetzt siliert wird, außergewöhnlich viel Stickstoff. Bei der Silage von Futtermittel entstehen für den Menschen gefährliche Gärgase.

Legden/Kreis Borken

19.08.2018
Feuerwehr warnt vor giftigen Gasen bei der Maissilage

Die Maisernte wie hier in Ottenstein ist besonders früh gestartet.Foto Jan Elpers

Die Maisernte hat in der Region bereits sechs Wochen früher als in normalen Jahren begonnen. Bedingt durch die Trockenheit befindet sich im Mais, der jetzt siliert wird, außergewöhnlich viel Stickstoff, warnt die Feuerwehr. Bei der Silage von Futtermittel entstehen unvermeidbar für den Menschen gefährliche Gärgase.

Schwerer als Luft

Besonders in der Anfangsphase der Silierung können sich erhebliche Mengen an Stickoxiden/Nitrose-Gasen bilden, die als orange bis rostrot gefärbte aus dem Silo entweichen und schwerer als Luft sind. Wenn derartige Gase erkennbar sind, ist besondere Vorsicht geboten. Die Gase sind hochgiftig und bewirken Reizungen und Verätzungen der Atemwege.

Die Feuerwehr gibt deshalb folgende Hinweise und steht für Rückfragen zur Verfügung:

  • Auch wenn sich die Silofolie wölbt, keinesfalls die Silofolie öffnen – es besteht höchste Vergiftungsgefahr.
  • Halten Sie sich nicht in der Nähe des Silos auf. Besonders gefährliche Konzentrationen ergeben sich bei Windstelle.
  • Wenn sichtbar Gase entweichen: Windrichtung und Wetterlage beachten. Gegebenenfalls kann es notwendig sein, durch Lüfter (etwa einen aufgestellten Stalllüfter) eine Verteilung und Verdünnung der Konzentration herbeizuführen.
  • Nitrose-Gase können noch nach mehr als 24 Stunden nach dem Einatmen zu einem Lungenödem führen. Sofern Vergiftungserscheinungen (Schwindel, Erbrechen, Reizung der Atemwege, Reizhusten) auftreten, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • In der ersten Zeit nach der Ernte der Maissilage größtmöglichen Abstand halten, Gefahrenbereich deutlich markieren, Absperrungen setzen.
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