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Gemeinsam auf dem Weg

Legden Die Verbundschule Legden-Rosendahl hat eine realistische Chance, - trotz der Bedenken aus Billerbeck und Coesfeld. Davon sind die Mitarbeiter des Planungsbüros Komplan überzeugt. Jetzt gelte es, möglichst schnell auch die Eltern zu überzeugen.

28.08.2008

Gemeinsam auf dem Weg

<p>Zahlreiche Legdener und Rosendahler - sowohl Kommunalpolitiker, als auch Eltern und Lehrer - haben sich während der Informationsveranstaltung in der Aula der Marienschule über die Pläne für die Verbundschule informiert. MLZ Fotos Lüttich-Gür</p>

Schulrätin Barbara Becker ist bereits überzeugt: Die Verbundschule mit Hauptschulzweig in Legden und Realschulzweig in Osterwick garantiere ein "attraktiveres und breiteres Angebot". Allein für die Schulform Hauptschule biete der Zusammenschluss eine deutliche Qualitätssteigerung: Zurzeit seien beide Hauptschulen - sowohl die Hülshof-Schule in Osterwick als auch die Marienschule in Legden - nur einzügig: "Künftig wäre sie zwei- bis dreizügig, das bietet viel mehr Möglichkeiten zur Differenzierung."

Dass es zur Verbundschule keine Alternative gebe, hat Schulentwicklungsplaner Tilman Bieber klar gemacht: "Eine Gesamtschule lässt sich nicht verwirklichen", stellte er klar. Das Schulministerium habe ihm erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass eine auf zwei Standorte verteilte Gesamtschule sechs- und nicht wie sonst vierzügig sein müsse. Außerdem sei ein Gymnasialzweig notwendig. Anders als jetzt würden sich die Nachbarn nicht nur um ihre eigenen weiterführenden Schulen sorgen, sondern laut aufschreien: "Das gäbe dann ein echtes Erdbeben."

Wie ernst die Bedenken aus Billerbeck und Coesfeld schon beim Verbundschul-Plan sind, hat ein Vorgespräch bei der Bezirksregierung gezeigt: "Wir müssen wohl mit einer negativen Stellungnahme rechnen", so Rosendahls Bürgermeister Franz-Josef Niehues.

Legdener nach Ahaus

Allerdings müssen die Nachbarn ihre Sorge um den Fortbestand der eigenen Schulen belegen - und das könnte ihnen schwer fallen, wie Planer Bieber glaubt: "Um erst gar keinen Ärger zu bekommen, haben wir die Darfelder nahezu außen vor gelassen bei unseren Berechnungen. Denn wir gehen davon aus, dass sie auch weiterhin nach Billerbeck zur Realschule gehen werden." Gleiches gelte auch für die Legdener, die sich traditionell nach Ahaus orientierten.

Trotzdem erreichen die Modellrechnungen mehr als die erforderliche Mindestzahl von 36 Anmeldungen zum Hauptschul- und 28 zum Realschulzweig. sy-