Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Großputz im Gotteshaus für Gottes Lohn

20.12.2007

Asbeck Sie putzen Staub, polieren Holz, wischen den Fußboden und schrubben die Eingangssstufen. "Schließlich soll zum Fest ja alles schön sauber sein", erklärt die grauhaarige Frau, die im Hauseingang gerade ihren Aufnehmer in einem grünen Eimer mit dampfender Seifenlauge auswringt. Und ihre Mitstreiterinnen, die sich mit ihr zum gemeinsamen Hausputz verabredet haben, nicken zustimmend - meistens, ohne von der Arbeit aufzublicken. Schließlich seien sie ja nicht zum Plaudern zusammengekommen, sondern zum Arbeiten - für Gottes Lohn.

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Haus, das die ehrenamtlichen Putzfrauen so emsig reinigen, steht mitten im Asbecker Ortskern und fasst mehr Menschen als jedes andere: die Kirche St. Margareta.

Nein, nicht allein vor den großen kirchlichen Festtagen krempelten sie die Ärmel hoch und machten nicht nur zuhause, sondern auch im Haus Gottes Großputz. "Wir treffen uns alle sechs Wochen", so Inge Eismann. Dann sei nicht so viel auf einmal zu tun, zumal Küsterin Anni Haverkock auch immer gute Vorarbeit leiste. "In zwei Stunden haben wir immer alles fertig", berichtet Monika Kerkhoff. "Wir sind eben ein eingespieltes Team." Einige Frauen seien bereits seit 40 Jahren dabei.

50 bis 80 Jahre

Sie selbst gehört als 50-Jährige zu den jüngsten. Die älteste, Maria Heßling, schrubbt indes unbeirrt weiter. Zeit zum Ausruhen ist später im Pfarrhaus. Noch ahnt sie nicht, dass sie dort nicht nur ein starker Kaffee erwartet, sondern auch ein Blumenstrauß. Immerhin ist Maria Heßling gerade 80 Jahre alt geworden - für sie aber längst kein Grund, den Putzlappen wegzulegen, weder in der Kirche noch zu Hause.

Dabei fehlt es in Asbecknicht an "Nachwuchs": "Gott sei Dank sind die Leute hier bei uns noch bereit, sich einzusetzen", sagt Monika Kerkhoff, dreht sich um und holt einen Eimer frisches Wischwasser. sy-

Lesen Sie jetzt