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Hermann und Helga Kaatsch öffnen für alle ihren Garten

Im grünen Glück

Der Garten ist für Hermann Kaatsch sein kleines, grünes Paradies. Am 23. und 24. Juni öffnet er ihn für die Öffentlichkeit.

LEGDEN

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 06.06.2012
Hermann und Helga Kaatsch öffnen für alle ihren Garten

Die ersten Rosen im Garten von Familie Kaatsch bilden einen leuchtenden Kontrast zum grauen Regenhimmel.

„Papas Garten, Unkraut nach Absprache“ steht auf einer Tafel. Hermann Kaatsch schmunzelt „Ein Geschenk meiner Tochter“, erklärt er. Nur zu dumm, dass das Unkraut nicht lesen könne. Aber dafür gibt es ja ihn: den Hobbygärtner aus Leidenschaft.Wie acht andere Legdener und Asbecker lädt auch er am 23. und 24. Juni in sein kleines, grünes Paradies ein.

Obwohl: „klein“ passt nicht im Fall von Familie Kaatschs Garten. Nicht nur vor dem Haus an der Asbecker Straße befinden sich gepflegte Beete und abwechslungsreiche Pflanzengesellschaften, vor allem auch dahinter. 1300 Quadratmeter messe das Grundstück, sagt der Hausherr. Und abzüglich des Hauses sei nun einmal alles Garten – allerdings nicht groß und wuchtig, sondern kleinräumig und immer auch gewitzt: wie das Eingangsschild der Tochter oder die mit Erde und Pflanzen gefüllte Gartenhose oder der Spiegel am Ende des mit Buchsbaum eingefassten Gartenwegs. Kaatschs Garten macht Spaß – nicht nur den Besuchern. Fast jede freie Minute verbringt der 53-Jährige zwischen Rosenstämmchen – „bis zu den Gartentagen blühen sie hoffentlich“ – und den weißen Ranken des dichten Blauregens – „warum er nicht blau blüht, weiß ich nicht“. Nur an diese Mittwoch ruht die Arbeit. Der Grund fällt wie in Fäden vom Himmel: Dauerregen. „Kein Gartenwetter“, stellt der Schreiner nüchtern fest – und in seiner Stimme schwingt nicht nur Bedauern. Denn die Pflanzen hätten das Nass dringend benötigt.

In den vergangenen Wochen hätte er schon angefangen, zu bewässern. „Die Hortensien leiden besonders bei Trockenheit.“ Für die Gartentage in gut zwei Wochen wünscht er sich aber doch Trockenheit. Dann machten der Gartenbesuche und die Radtour dahin doch mehr Spaß. Kaatsch muss es wissen. Zusammen mit seiner Frau Helga gehört er zu de regelmäßigen Besuchern der beliebten Legdener Veranstaltung. „Man entdeckt immer etwas Neues“ – dieses Mal auch in „Papas Garten“.