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Kegel gegen Raser in Legdener Wohnstraßen

Nach Messungen

Meistens trügt der persönliche Eindruck. So schnell, wie mancher Anwohner denkt, sind die meisten Autofahrer in den Wohnstraßen Legdens gar nicht. "Kein Handlungsbedarf" ist somit meist das Fazit der Gemeinde. Eine Ausnahme: Die Friedrich-Castelle-Straße soll so verändert werden, dass tatsächlich nur noch 30 Stundenkilometer gefahren werden kann.

LEGDEN

, 12.09.2016

Im Bauausschuss wurden jetzt die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen im vergangenen und diesem Jahr vorgestellt. Dabei stand die Friedrich-Castelle-Straße im Zentrum der Überlegungen. Hier haben Messungen gezeigt, dass häufig schneller als 30 km/h gefahren wird. Der V85-Wert, der aussagt, welche Geschwindigkeit 85 Prozent der Fahrer erreicht haben, lag bei 42.

Seit die Ortsdurchfahrt gesperrt ist, suchen noch mehr Auto- und auch Lkw-Fahrer von der Ortsumgehung L 574 einen Weg in den Ortskern und landen dabei auch in verkehrsberuhigten Wohngebieten. Auch die Kunden von K+K und Aldi gehören zu denjenigen, die sich jetzt Abkürzungen suchen.

Abkürzungen

Eine endgültige Lösung wird es jetzt noch nicht geben, da noch nicht klar ist, wie der Melroseweg ausgebaut wird. Ausschussvorsitzender Josef Scharlau (CDU) warnte auch vor einer zu deutlichen Beschränkung. Schließlich sind in diesem Gebiet auch die großen Baufahrzeuge für die Erschließung und spätere Bebauung des Neubaugebiets Up’n Berge 2 unterwegs.

Die Politiker schlugen vor, Kübel aufzustellen. Die Verwaltung hat jetzt entschieden, auf der Friedrich-Castelle-Straße schwarz- rot markierte Kegel aufzustellen. Bauamtsleiter Helmut Schiermann: "Dann muss etwas mehr Slalom gefahren werden."

Ortsschild versetzen

Ein Problem erkannten die Politiker auch in Asbeck an der Schöppinger Straße in Höhe des Lindenwegs. Hier scheint die einzige Möglichkeit, das Ortsschild weiter ins Dorf hinein zu setzen, sodass dann auch an der Lindenstraße nur Tempo 50 km/h erlaubt ist. Die Verwaltung will darüber mit dem Straßenverkehrsamt sprechen.

Bei den anderen Straßen, in denen gemessen wurde, wird nichts geschehen. An der Bahnhofstraße war zwar ein Autofahrer während der sechstägigen Messungen im April 2015 mit 102 km/h unterwegs. Die meisten aber hielten sich an das 30 km/h-Gebot, so die Auswertung. Im grünen Bereich war auch alles am Mühlenbrey, an der Wagenfeldstraße, dem Mückenmarkt und an der Asbecker Straße.

Parkplätze markieren

Neustadt und Königstraße waren Thema bei der Verkehrsschau im vergangenen Juni. Hier klagen Anwohner über wildes Parken und gefährliche Situationen. Das Parken ist zum Teil aber erlaubt, so die Gemeindeverwaltung im Bauauschuss.

Damit der Verkehrsfluss übersichtlicher wird, sollen jetzt Parkplätze mit Markierungen ähnlich wie auf der Osterwicker Straße festgelegt werden. Das wird in den kommenden zwei Monaten geschehen, so Helmut Schiermann auf Anfrage.

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