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Konzept für 140 Kilometer Wege

Bürgerbeteiligung möglich

140 Kilometer lang ziehen sich Wirtschaftswege kreuz und quer durch Legden. Christoph Hessel kennt sie alle. Wie sie aussehen, welche Funktion sie haben, welche Bedeutung sie in der Zukunft haben - das alles findet sich in seinem Wegenetzkonzept wieder.

LEGDEN

, 12.10.2016

Der Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer NRW, selbst Legdener, hat in den vergangenen Wochen bei Bürgerversammlungen in Legden und Asbeck zum einen den Ist-Zustand vorgestellt, zum anderen erläutert, was mit all den Wegen passieren könnte. "Wir machen alles öffentlich", sagt Hessel. Schon im Vorfeld wurden Vertreter der Landwirte, Touristik, Wirtschaftsinitiative Wila, Politiker und Landschaftsschützer befragt. "Jetzt ist jeder Bürger gefordert, uns seine Anregungen kund zu tun", so Hessel.

Für die Zukunft

Es geht nicht darum, welcher Weg als nächstes saniert und wie das finanziert wird. Sondern darum, einen Plan für die Zukunft zu haben, an dem sich die Gemeinde orientieren kann. 81 Prozent, so der derzeitige Plan, sollten erhalten bleiben, 13 Prozent saniert und fünf Prozent rückgebaut werden. So gibt es Waldwege, die einst durch den Autobahnbau abgeschnitten wurden. Hier könnte der Asphalt entfernt werden. Bei Wegen, die beispielsweise zwischen zwei Ackerflächen liegen und nicht mehr benutzt werden, kann über neue Blühstreifen und damit über Biotope für Niederwild und Insekten nachgedacht werden.

Die Erstellung des Konzepts wird von der Bezirksregierung mit rund 15500 Euro gefördert. "Es ist ein neues Programm der Landesregierung", erläutert Christoph Hessel, "wir betreten da Neuland." Im Bereich der Bezirksregierung sind neben Legden nur noch Dülmen und Mettingen dabei.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken sieht den Nutzen nicht nur in der guten Grundlage für spätere Entscheidungen. "Wer ein Wirtschaftswegekonzept nach den Leitlinien erstellt, hat die Möglichkeit, über einen freiwilligen Landtausch eine Bodenneuordnung zu realisieren", nennt er einen weiteren Aspekt. Hessel ergänzt: "Und bei weitergehenden Förderungen hat man ein besseres Ranking."

Informationen mit aktuellen Karten zum Ist/Soll-Zustand finden sich auf der Homepage der Gemeinde Legden.
Anregungen sollten bis zum Mittwoch, 19. Oktober, erfolgen, damit sie noch im Abschlussbericht berücksichtigt werden können.
Christoph Hessel ist erreichbar unter Tel. (02541) 910-269, E-Mail: christoph.hessel@lwk.nrw.de
www.legden.de/aktuelles

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