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Kostbare Kammermusik

"Trio Vent d‘ Èté"

ASBECK Die Stiftskirche St. Margareta in Asbeck zeigte sich am Donnerstagabend beim Konzert des "Trio Vent d‘ Èté" als wohl stimmungsvollster Ort für diese Art der Kammermusik.

von Von Axel Engels

, 21.08.2010
Kostbare Kammermusik

David Strunck (Oboe), Bettina Faiss (Klarinette) und Beatrix Lindemann (Fagott) begeistern.

Im 12./13. Jahrhundert erbaut besitzt das Stift Asbeck nicht nur eine exquisite Akustik. Die intime Atmosphäre des freiweltlichen adligen Damenstifts Asbeck machte dieses Konzert für die sehr vielen Besucher zu einem einzigartigen Erlebnis. Das „Summerwinds Münsterland“-Festivals wurde sicherlich durch dieses Konzert um eine ganz besondere Facette bereichert. Obwohl das „Trio Vent d‘ Èté“ am Freitag in der Münsteraner Lamberti-Kirche spielt, waren viele Musikliebhaber gerade nach Asbeck gekommen. Dr. Susanne Schulte (Foto), Intendantin des Festivals der GWK, zeigte sich vom Ambiente und der Geschichte der Stiftskirche ganz fasziniert, begrüßte sichtlich bewegt die Besucher. Und dann musizierten David Strunck, Bettina Faiss und Beatrix Lindemann auf eine meisterliche Art, die Raum und Zeit vergessen ließ.

Da erklang das Divertimento Nr. 1 KV 439b“ von Wolfgang Amadeus Mozart in der Kombination von Oboe, Klarinette und Fagott in einer ganz besonderen Art. Der besondere Klang des „Rohrblatt-Trios“ passte unheimlich gut zur introvertierten Musiksprache des Werkes, feinste dynamische Differenzierungen und adäquate Phrasierung ließen es in einem ganz lebendigen Gewand erklingen. Das „Trio Vent d‘ Èté“ spielte danach mit den „Cinq Pièces en Trio“ von Jaques Ibert Kostbarkeiten der Kammermusik, zeigte sich als würdiger Vertreter der ab 1920 in Paris entstandenen Gattung des „Trio d‘ anches“. Diese Instrumentenkombination hat seit ihren Anfängen in Paris ab 1920 Komponisten, Instrumentalisten und natürlich Musikliebhaber immer fasziniert. Moderne Klänge und interessante Harmonik wurden vom „Trio Vent d‘ Èté“ sehr filigran ausgearbeitet. Die besondere Architektur der Musiksprache von Jaques Ibert zeigte sich bei solch transparenter Spielweise. Die drei Musiker zeigten sich als Meister ihres Instrumentes. Obwohl sie durch ihre Tätigkeit in Orchestern in Oslo, München und Mannheim sicherlich oftmals getrennt sind, war der musikalische Dialog einfach faszinierend in seiner Natürlichkeit.

Gemeinsame Gestaltung und klanglicher Farbenreichtum machten da das Trio von Jean Francaix zu einem Hörerlebnis der Extraklasse.Selbst das „Londoner Trio Nr. 1 C-Dur“ von Joseph Haydn machte sich in der Kombination von Oboe, Klarinette und Fagott sehr gut. Lebendige Spielweise prägte die tänzerischen Sätzen. Das Publikum zeigte sich fasziniert von dieser selten zu hörenden Instrumentenkombination. Passend zur Inspiration durch die Musik wirkte auch der Vortrag von Maria Pier-Bohne, Vorsitzender des Heimatvereins Asbeck e.V.. Informativ und gleichzeitig unterhaltsam führte sie die vielen Zuhörer durch die Jahrhunderte der traditionsreichen Geschichte des freiweltlich adeligen Damenstifts Asbeck.

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