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Meilenstein für den "Industriepark A31 Legden Ahaus"

Bebauungsplan beschlossen

Der Bebauungsplan für den "Industriepark A31 Legden Ahaus" steht. Am Donnerstagabend hat die Zweckverbandsversammlung einen einstimmigen Beschluss gefasst. Der Versammlungsvorsitzende Friedhelm Kleweken bezeichnete die Entscheidung als "Meilenstein" für das lang geplante Projekt.

LEGDEN/AHAUS

, 13.11.2014
Meilenstein für den "Industriepark A31 Legden Ahaus"

Silberstreif am Horizont: Der Industriepark A 31 nimmt planerisch Gestalt an. In unmittelbarer Nähe der Autobahnauffahrt sollen im nächsten Frühjahr die Erschließungsarbeiten beginnen.

Vor zehn Jahren keimte die Idee, Legden und Ahaus könnten an der A 31 ein gemeinsames Gewerbegebiet entwickeln. Nach langem planerischen Hin und Her und zeitaufwendigen Bemühungen zum Artenschutz entwickelte sich ein zartes Pflänzchen. Jetzt zeichnet sich ab: Die Idee könnte bald Früchte tragen. Am Donnerstagabend hat der 2008 gegründete Zweckverband „Industriepark A31 Legden Ahaus“ den Bebauungsplan einstimmig verabschiedet. Dazu Fragen und Antworten:

Theoretisch ja, aber die Detailplanungen, Ausschreibungen und Vergaben werden noch einige Monate in Anspruch nehmen. Insbesondere die Anbindung an die Bundesstraße 474 bedarf noch einer genauen Abstimmung. Im Frühjahr 2015 wird der Kanal- und Straßenbau beginnen, hofft Friedhelm Kleweken, Legdens Bürgermeister und Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung. Den Beschluss des Bebauungsplans bezeichnet Kleweken als „Meilenstein“ für das interkommunale Projekt.

2016 auf jeden Fall, so Kleweken. Wenn alles gut laufe, sei in Teilbereichen auch bereits 2015 eine Ansiedlung denkbar.

Der jetzt beschlossene Bebauungsplan Abschnitt 1 umfasst rund zehn Hektar. Das entspricht in etwa 14 Fußballfeldern. In fernerer Zukunft könnten noch zusätzlich 18 Hektar erschlossen werden. Für weiteren Grunderwerb stehen im Donnerstag beschlossenen Zweckverbands-Haushalt 2015 knapp zwei Millionen Euro bereit.

Für den Kanalbau sieht der Haushalt 2015 des Zweckverbandes 1,6 Millionen Euro vor und für den Straßenbau 0,7 Millionen Euro. Die Kosten teilen sich Ahaus und Legden je zur Hälfte.

Acht Unternehmen haben in diesem Sommer bereits ihr Interesse an einem Gewerbegrundstück in dem neuen Industriepark bekundet, so Georg Beckmann, Beigeordneter der Stadt Ahaus. Sechs von ihnen sind in Ahaus ansässig, eines in Legden. Mit dem Legdener Unternehmen, so Kleweken, sei bereits ein Vorvertrag geschlossen worden. Die Firma möchte sich so schnell wie eben möglich dort ansiedeln. Um die Vermarktung der Grundstücke macht sich der Zweckverband keine Sorgen. Kleweken: „Die Lage ist durch die Nähe zur Autobahn ideal. Die Vermarktung wird ruckzuck gehen.“

Genauso wie die Ausgaben für die Investitionen: je zur Hälfte.

„Ein Restrisiko gibt es immer“, sagt Friedhelm Kleweken. Wenn der Fall einträte, käme es zu Verzögerungen. Wie groß ist das Restrisiko? Kleweken: „Darüber will ich nicht spekulieren.“ Mit einem Nachbarn gibt es einen Konflikt wegen möglicher Lärmeinwirkungen auf zwei Wohnhäuser. Ein Jahr lang hat der Nachbar nun theoretisch Zeit, eine Normenkontrollklage anzustrengen. Zweckverbandsvorsteher Felix Büter: „Wir haben eine saubere und sorgfältige Abwägung vorgenommen. Wir wären für ein Klageverfahren gut aufgestellt.“

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