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Mit zehn Hektar beginnen

Industriepark A 31

Nach Jahren des Stillstands tritt der Zweckverband Industriepark A 31 Legden-Ahaus jetzt aufs Gaspedal: Um möglichst bald die ersten zehn Hektar des insgesamt 28,4 Hektar großen Industriegebietes erschließen zu können, sollen noch vor der Sommerpause die Beschlüsse fallen – am Donnerstag, 14. Juni, im Ahauser Ausschuss für Stadtentwicklung, Dienstag, 19. Juni, im Legdener Bauausschuss und am 27. Juni in der Zweckverbandsversammlung.

AHAUS/LEGDEN

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 13.06.2012
Mit zehn Hektar beginnen

Auf der grau unterlegten Teilfläche direkt an der Autobahn 31 will der Zweckverband mit der Erschließung des Industrieparks beginnen.

Verkehrsgünstig direkt an der Autobahn 31 befindet sich das Teilstück, auf dem die kommunalen Partner mit der Erschließung beginnen wollen. Die verkehrliche Anbindung könnte – wie von vorneherein geplant – direkt über die Autobahnanschlussstelle Legden/Ahaus erfolgen. Das Schmutzwasser soll über eine Druckrohrleitung zum Legdener Klärwerk gepumpt werden, und das Niederschlagswasser nach Vorklärung in einem Regenrückhaltebecken in den nächsten Vorfluter: Alles leicht umzusetzen – wären da nicht die beiden ehemaligen Kötterhäuser unmittelbar jenseits der frisch gezogenen Grenze zwischen Teil- und Restfläche.

Schon seit Beginn der ersten Pläne für ein Gewerbegebiet vor über acht Jahren weigert sich ein Grundstückseigentümer beharrlich, seine Grundstücke im Plangebiet für das von ihm als unsinnig empfundene Vorhaben zu veräußern. Daher befinden sich erst 18 der 28,4 Hektar Gesamtfläche für den Industriepark im Eigentum des Zweckverbandes. Die Kötterhäuser gehören nicht dazu – anders als zwei Hofstellen, von der eine auch nur an den geplanten Industriepark angrenzt. Dass sich eine Besiedlung des ersten Bauabschnitts mit Gewerbe- und Industriebetrieben kaum mit der Wohnnutzung vereinbaren lässt, wissen die Planer aus Ahaus und Legden: Es sei vorgesehen, „die beiden Wohnhäuser unter immissionsschutzrechtlichen Gesichtspunkten nicht zu berücksichtigen und die damit verbundene Nutzungseinschränkungen – unter ausdrücklicher Anerkennung eines Planungsschadens – zu entschädigen“, ist es etwas sperrig in der Vorlage für die Legdener Bauausschusssitzung nachzulesen. Die Formulierung umschreibt einen Makel an der Planung, den die Nachbarn Ahaus und Legden noch hoffen ausgleichen zu können  – am liebsten durch einen Erwerb der Immobilien „zu angemessenen Bedingungen“. Was sie darunter verstehen, ist ebenfalls in der Vorlage nachzulesen: Ein Angebot sei angemessen, „wenn seine Höhe in etwa der Enteignungsentschädigung entspricht“.

Wenn die Planungsausschüsse in Ahaus und Legden und die gemeinsame Zweckverbandsversammlung zustimmen, stehen auch bereits die nächsten Schritte in Richtung Industriepark Teil eins fest: „Zeitnah“, wie es in der Vorlage heißt, seien mehrere Planungsarbeiten zu beauftragen – für die Umgestaltung des Knotenpunkts A31/B474/Industriepark, für die Herstellung des Kanalnetzes und für die Durchführung einer Artenschutzprüfung.

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