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Neue Kitagruppe für 25 Kinder zusätzlich

Am Trippelvoetsweg

Die neue Zweigstelle des St.-Martin-Kindergartens am Trippelvoetsweg ist noch nicht ganz fertig – und schon wird ihre Erweiterung beschlossen. Dafür gibt es zwei erfreuliche Gründe: Die Zahl der Geburten in Legden steigt. Und es gibt mehr Zuzüge.

LEGDEN

, 21.11.2014
Neue Kitagruppe für 25 Kinder zusätzlich

Bauen für Jung und Alt: Am Trippelvoetsweg entstehen zur Zeit eine Zweigstelle des St.-Martin-Kindergartens und Altenwohnungen unter einem Dach.

Einstimmig hat am Donnerstagabend der Schul-, Sport, Jugend- und Kulturausschuss für die zusätzliche Einrichtung einer Ü3-Betreuungsgruppe mit 25 Plätzen im ehemaligen Arzthaus am Altenwohnheim St. Josef zugestimmt. Ursprünglich war dort nur die Unterbringung einer U3-Gruppe für zehn Kinder geplant (Münsterland Zeitung berichtete). „Diese ,Notlösung‘ haben wir vor einem Jahr beschlossen. Sie bringt uns aber nicht dauerhaft weiter. Wir wollen jetzt eine vernünftige Lösung die in Zukunft auch Bestand hat“, erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken im Lichte der neuen Kindergartenbedarfsplanung.

Die neuen Prognosezahlen präsentierten Norbert Wiemer und Klaus Clemens vom Jugendamt des Kreises Borken. Spätestens 2016 reichen die 224 Ü-3-Plätze nicht mehr aus. „Mehreren Babyboomer-Jahren“ (Kleweken) und der Wanderungsgewinn ist dafür verantwortlich, aber auch der steigende Betreuungsbedarf für Kinder, die jünger als drei Jahre sind. Für die Kirchengemeinde als Träger der zusätzlichen Gruppe stellte Pfarrer Christian Dieker die Planungen im Ausschuss vor. 345 Quadratemer stehen für die 25 Ü3- und die 10 U3-Kinder zur Verfügung. Das Grundstück ist 1850 Quadratmeter groß. Entgegen den ursprünglichen Planungen erhält die Zweigstelle des St.-Martin-Kindergartens nun auch einen neuen Anbau mit eigenem Bewegungsraum.

Die zehn U3-Kinder werden Anfang 2015 vom St.-Martin-Kindergarten am Lerschweg in die neue Zweigstelle am Trippelvoetsweg umziehen. Ursprünglich war ein Umzug bereits für diesen Herbst geplant. Dieser Zeitplan war aber wegen der neuen Planungen nicht mehr haltbar. Die neue Ü3-Gruppe soll im August 2015 eröffnet werden. Die Investitionskosten trägt das Altenwohnhaus, das die Kindergartenräume an die Kirchengemeinde vermietet. Kosten für Miete und Einrichtung werden anteilig von der Gemeinde Legden übernommen. Die genaue Höhe muss noch ermittelt werden. Alt und Jung zusammen. Im Obergeschoss des Hauses entstehen vier Seniorenwohnungen für betreutes Wohnen. Dieker: „Das ist bistumsweit die einzige Kombination von Altenwohnungen und Kindergarten. So kann eine Ghettobildung für alte Leute verhindert werden.“

Dieker betonte auch, dass sich die Kirchengemeinde nicht um die Trägerschaft für die neue Kindergartengruppe gerissen habe. „Wir stellen uns aber gerne der Herausforderung“. Das freute die Sprecher der Fraktionen im Ausschuss. Gabi Uppenkamp (CDU), Gerd Heuser (UWG) und Ulrich Moritz (SPD) hoben die guten Erfahrungen mit der Kirchengemeinde als Kindergartenträger hervor. Uppenkamp und Moritz zitierten aber auch kritische Stimmen aus der Legdener Bevölkerung. Mancher frage sich, warum 2011 der St.-Elisabeth-Kindergarten an der Mühlenstiege aufgegeben worden sei, um nur drei Jahre später einen neuen Kindergarten an anderer Stelle zu errichten. Pfarrer Dieker stellte klar: Das Mietobjekt an der Mühlenstiege habe keine Zukunft gehabt, weil das Grundstück für notwendige Umbauten zu klein gewesen sei.

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