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Neuer Halt fürs alte Wehr

Legden Es ächzt, es quietscht - aber geht rund. Unaufhaltsam dreht sich das eiserne Mühlrad im kühlen Grund. Die skeptischen Blicke der Männer auf der anderen Seite des rauschenden Bachs gelten auch nicht ihm, sondern dem Mauerwerk darüber, das bröckelt und verfällt - lautlos, aber unübersehbar. "Höchste Zeit zu handeln", sind sich alle einig.

01.08.2008

Neuer Halt fürs alte Wehr

<p>Setzen sich fürs Wehr ein (v. l.): Heimatvereinsvorsitzender Alfred Janning, Bernhard Büttelbrock (ASV), Ulrich Bogenstahl, Bürgermeister Friedhelm Kleweken und Gerd Kleideiter (ASV).</p>

"Da", Ulrich Bogenstahl deutet auf rot-braune Steinmauer unter der Brücke. Tiefe Rissen ziehen sich von oben nach unten. "Das Fundament ist unterspült und das Mauerwerk hat sich schon verschoben", erklärt der Bauunternehmer und Nachbar der Neuen Mühle. Ob das betagte Wehr noch einmal dem Druck eines großen Hochwasser Stand halten könnte? Bogenstahl glaubt es nicht. Kopfschütteln auch bei den Vertretern des Heimat- und des Angelvereins, die sich um das Gelände der Neuen Mühle kümmern - die Heimatfreunde pflegen den Grillplatz, die Petrijünger halten die Grünflächen rund um die benachbarten Teiche in Schuss.

Abhilfe ist nah: Die Gemeinde Legden, die Eigentümerin der Flächen ist, hat die Instandsetzung des morschen Wehrs in dem zusammen mit Heek und Ahaus aufgestellten Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) als Förderprojekt angemeldet - und hat grünes Licht bekommen von der Bezirksregierung. Eine Voraussetzung für die Zahlung aus Münster: die Bereitschaft der Bürger, selbst Hand anzulegen. Diese Hürde war schnell genommen: "Angelsportverein und Heimatverein, die sich ohnehin hier so toll engagieren, haben sofort ihre Hilfe zugesagt", freut sich Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

Das Wasser hinter den Männern plätschert unablässig die Staumauer hinab - noch. "Bevor wir anfangen, müssen wir den Bachlauf umlegen", so Bogenstahl, der den dafür notwendigen Kanal ausheben wird. Das Wasser von oben lässt sich allerdings nicht davon beeinflussen. Darum will sich niemand festlegen, wie lange die Arbeiten dauern werden. "Etwa drei Monate", schätzt Kleweken. Ein Blick in die dunklen Wolken über ihm und er fügt hinzu: "mindestens". sy-

Neuer Halt fürs alte Wehr

<p>"Da bröckelt das Mauerwerk!" Der Zahn der Zeit und noch mehr der Druck des Wasser haben dem Stauwehr in den vergangenen Jahrzehnten zugesetzt. Die nach Expertenmeinung dringend notwendige Sanierung steht kurz bevor. MLZ Fotos (4) Lüttich-Gür</p>