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Reinhold Dondrup über den Ausnahmezustand

Düstermühlenmarkt

LEGDEN Noch ist kein Verkaufsstand oder Karussell zu sehen, die Gäste, die an der Düstermühle eine Stärkung zu sich nehmen, können den unverstellten Blick auf die Dinkel genießen. Ende August ist das anders: Dann verwandeln sich Weiden und Äcker in den Düstermühlenmarkt, eines der größte Volksfeste im Münsterland.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 05.08.2010
Reinhold Dondrup über den Ausnahmezustand

Reinhold Dondrup vor dem Gebäude, das einem der größten Volksfeste im Münsterland seinen Namen gegeben hat: der Düstermühle.

Sylvia Lüttich-Gür hat mit Reinhold Dondrup gesprochen, der das Fest zusammen mit drei Nachbarn organisiert.

(Lachend) Eigentlich das ganze Jahr über. Aber die konkreten Planungen haben im April begonnen.

Marktbeschicker kontaktieren, Anfragen bestätigen, Termine abstimmen: Wahrscheinlich haben die Nachbarn noch mehr zu tun als wir.

Durch unser Restaurant sind wir es ja gewohnt, viele Gäste zu bewirten. Die Nachbarn dagegen müssen erst die Tenne oder gar das Wohnzimmer ausräumen, um Platz zu schaffen. Sie haben die ganze Familie am Start, um Essen für die Besucher zu kochen. Wir benötigen zwar auch einige Aushilfen mehr als an einem normalen Wochenende, aber es ist nun einmal unser Job.

Das geht morgens um 8 Uhr mit Schinkenschnittchen los. Den ganzen Tag über ist neben anderen Gerichten aber der Klassiker - Rindfleisch mit Zwiebelsoße - besonders gefragt.

Ausnahmezustand: ein großer Rummel, eine Landwirtschaftsmesse, ein Zeltfest und vor allem eine Möglichkeit, Bekannte zu treffen, die man sonst nicht sieht. Bei 60 000 bis 80 000 Leuten, die jedes Jahr hierhin kommen, ist das ja auch kein Wunder.

Auf der Landwirtschaftsausstellung sind stets die neuesten technischen Trends zu sehen. Aber auch wir selbst machen etwas Neues: Erstmals veranstalten wir am Samstag in unserem Zelt ein Rockkonzert unter anderem mit den lokalen Bands Rockwasser und Lautstark.

Als kleines Kind gar nicht. Da haben mich die Eltern immer zu Verwandten gebracht, schließlich hatten sie keine Zeit, während des Markttreibens auf mich aufzupassen. So machen wir es heute übrigens auch mit unseren Zwillingen, die jetzt zwei Jahre alt sind. An den Markttagen sind sie bei den Großeltern in Heek.

Da habe ich fünf Euro Kirmesgeld bekommen und war glücklich. Schon bald war es aber selbstverständlich, dass ich mithelfen musste.

Nein, während meiner Ausbildungszeit als Koch, war ich einige Male nicht da - aber dann hat mir was gefehlt.

Das weiß ich noch nicht. Ich werde es aber auf jeden Fall probieren, mich für eine halbe Stunde frei zu machen und mit meiner Frau einmal rüber zu gehen.

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