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"Rennstrecke" in der Neuen Neustadt

Besorgte Anwohner

Sie ist acht Meter breit, 500 Meter lang und schnurgerade. Zu viele Autofahrer sehen dies offenbar als Einladung, aufs Gaspedal zu drücken. Über 40 Anwohner der Straße „Neue Neustadt“ haben sich jetzt hilfesuchend an den Gemeinderat gewandt.

LEGDEN

, 05.11.2014
"Rennstrecke" in der Neuen Neustadt

Tempo 30 gilt in der Neustadt - viele halten sich nicht daran, so die Anwohner

„Obwohl für diesen Straßenabschnitt Tempo 30 angeordnet ist, fahren viele Autofahrer hier unverantwortlich schnell“, heißt es in dem Bürgerantrag, dem auch eine Unterschriftenliste der Anlieger beigefügt ist. Am Montagabend erhielten die Anwohner die Möglichkeit, den Politikern am Rande der Ratssitzung ihre Sorgen auch persönlich vorzutragen. „Wir fühlen uns bedroht“, erklärte Anliegerin Erika Kutzfeld. „Gefühlte 60 bis 70 km/h sind an der Tagesordnung.“ Und das, obwohl die Straße eine Sackgasse ist und es daher keinen klassischen Durchgangsverkehr gibt. Wer fährt dort zu schnell? Die Antwort der Anwohner: Paketdienste, Entsorgungsfahrzeuge, Motorräder, für die Straße keine Sackgasse ist, und der PKW-Verkehr, der ins Neubaugebiet Landwehrkamp fährt. „Eigentlich hält sich niemand an Tempo 30, die Straße ist eine Rennstrecke“, erklärte eine Anwohnerin im Rat.

Die Anwohner wollen, dass die Gemeinde klärt, ob bauliche Maßnahmen die Autofahrer bremsen können. Mit ihrem Anliegen stießen sie im Rat bei allen drei Fraktionen auf offene Ohren. „Das Verhalten der Autofahrer ist erschreckend, nicht nur in der Neuen Neustadt, sondern auf vielen Wohnstraßen in der Gemeinde“, erklärte Bruno König (UWG). Die Gemeinde müsse Schutz gewähren, am besten in enger Zusammenarbeit mit der Polizei. Sigrid Goßling (SPD) sprach sich für eine Messung des PKW-Zahlen und der Tempoverstöße ein. Die Ergebnisse und mögliche Gegenmaßnahmen sollten dann im Bauausschuss diskutiert werden.

Heinz Gausling (UWG) und Berthold Langehaneberg (CDU) begrüßten die Idee einer Anliegerversammlung. Dort könne geklärt werden, ob Schwellen, Blumenkübel oder andere bauliche Varianten sinnvoll seien. Einstimmig beschloss der Rat, dass im Januar oder Februar eine Anliegerversammlung stattfinden soll. Zuvor sollen mit einer neuen Messanlage Zahl und Ausmaß der Tempoverstöße ermittelt werden.

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