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Schlaglöcher und Fahrrinnen adé

Windpark-Projekt

Mit der Sanierung des Napoleonswegs ist das Projekt Bürgerwind Isingort abgeschlossen. Die Leistung der drei Windkraftanlagen liegt im errechneten Soll.

von Alex Piccin

Legden

, 05.07.2018
Schlaglöcher und Fahrrinnen adé

Haben den letzten Schritt des Projekts Bürgerwind Isingort gemeistert (v.l.): Berthold Schulze Niehoff mit Tochter Sophie und Frau Lisa, Bauleiter Carsten Heimhardt, Jan Wermelt, Elisabeth und Hugo Schulze Niehoff. Foto: Bürgerwind Isingort

Der Napoleonsweg auf dem Teilstück zwischen K34 und L571 ist dank des Legdener Bürgerwindparks komplett saniert worden. Auf einem Kompromiss basierend, erfüllte die Bürgerwind Isingort GmbH & Co. KG damit die Vereinbarung mit der Gemeinde Rosendahl. Die Firma Gieseke aus Rheine brachte in den letzten Junitagen wieder Glanz auf die sehr marode Straße, die durch die Bauerschaft Hegerort und Brock führt.

Weg war in Mitleidenschaft gezogen

Es kam dem Napoleonsweg zwar ganz gut zupass, dass durch die Baumaßnahmen im Windpark seine bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten malträtierte Oberfläche noch weiter in Mitleidenschaft gezogen worden ist. „Die Firma Gieseke hatte in der Umgebung weitere Aufträge und die schweren Geräte quasi vor Ort. Mein Vater ist jetzt 65. Überspitzt gesagt, hat er den Weg nur mit Schlaglöchern gekannt“, sagt Lisa Schulze Niehoff, Geschäftsführerin der Bürgerwind Isingort. Eine Woche haben die Sanierungsarbeiten für den anderthalb Kilometer langen Abschnitt gedauert. „Damit ist das Projekt abgeschlossen“, strahlt Schulze Niehoff.

Bürgerwind Isingort hat sich Ende 2014 das Ziel gesetzt, regenerative Energie zu erzeugen. Zügig wurden Gutachten beauftragt sowie Gespräche und Verhandlungen geführt, um sich noch 2016, also vor Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die Baugenehmigung und damit verbunden die festen Einspeisetarife für den Windstrom über 20 Jahre zu sichern. Seit Januar 2017 wird die Höhe der Vergütung mittels Ausschreibungen bestimmt.

Leistung im Soll

Drei Jahre später war das Ziel erreicht: Die erste Windenergieanlage ging im Juni 2017 ans Netz, zwei weitere folgten im Juli. „Um die Akzeptanz in der Region zu erhöhen, haben wir Anwohner beteiligt und ihnen ermöglicht zu investieren“, berichtet Schulze Niehoff. Die prognostizierte Leistung von jeweils 3,2 Megawatt Windenergie sind eingehalten worden. Das entspricht mehr als 31 Millionen kWh oder die Versorgung von über 9000 Privathaushalten mit Windstrom.

Eine Windenergieanlage ist an die Energiegenossenschaft Ahaus, Heek und Legden verkauft worden. „Auf diese Weise sind Bewohner aus Ahaus, Heek und Legden an der Energiewende offensiv beteiligt“, so Schulze Niehoff weiter. Bei dieser Anlage bestehe für interessierte Bürger noch die Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Lokal geprägt

„Möglichst regional“ lautete ein Grundsatz der Gesellschaft. „Regionale Banken und Firmen wurden ins Boot geholt, um die Wertschöpfung vor Ort zu erhalten“, erläutert die Sprecherin. „An unserem Projekt sollten nicht nur wir Freude haben. Profitieren sollten eben auch das örtliche Baggerunternehmen und der hiesige Gartenlandschaftsbauer.“ Auch die Windenergieanlagen des Herstellers GE aus Salzbergen bedurften aufgrund der örtlichen Nähe einer relativ kurzen Anfahrt.

Nach der teilweisen Nutzung des Rosendahler Wegenetzes einigte sich die Gesellschaft mit der Rosendahler Verwaltung auf die Sanierung des Napoleonswegs. Im gleichen Zuge engagierte sich die Gemeinde für den Kreuzungsbereich am Hegerorter Schützenplatz und für die Sanierung der Verbindungsstrecke Holtwick–Legden, die durch den Bürgerwindpark Isingort führt.

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