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Sprudelnde Kreativität von Kind an

Asstellung Büscher-Eilert

ASBECK "Sie sprudelte aufgrund ihrer Religiosität." Nicht ohne Bewunderung in der Stimme sah Prof. Dr. Anton Janßen, Vorsitzender des Horstmarer Heimatvereins, in die Runde der am vergangenen Wochenende im Asbecker Dormitorium zahlreich erschienen Kunstinteressierten. Seine Ausführungen galten einer Horstmarer Künstlerin.

16.08.2010

Seine begeisternden Worte galten der 2004 verstorbenen Künstlerin Gertrud Büscher-Eilert, die als freischaffende Künstlerin bis zu ihrem Tod in Horstmar lebte und arbeitete und deren Werk die derzeit im Dormitorium zu sehenden Ausstellung „Lebensspuren“ gewidmet ist. Und Prof Dr. Janßen weiß, wovon er spricht, denn er hat die Künstlerin, die bis ins hohe Alter ihrer Berufung nachging, häufig besucht, sich in intensiven Gesprächen mit ihr und ihrer Kunst auseinandergesetzt, war eine Art treuer Weggefährte. Schon früh habe Gertrud Büscher-Eilert ihre künstlerische Ader verspürt, wie die kleine Holzmadonna belegt, die sie mit nur elf Jahren noch als Autodidaktin schuf. Und die kleine, fein ausgearbeitete Figur zeigt zugleich die tiefe Gläubigkeit, die die Künstlerin ihr ganzes Leben lang begleitet und zu vielen wunderschönen Arbeiten angehalten hat.

Auch wenn ihre Themenwahl auf den ersten Blick begrenzt zu sein scheint, zeigen die Vielseitigkeit in Materialwahl und künstlerischen Mitteln die enorme Bandbreite und Kunstfertigkeit der in Legden-Wehr geborenen Künstlerin. „In ihren frühen Jahren schuf sie in erster Linie religiöse Motive“, so Prof. Dr. Janßen. Eine ihrer ersten Auftragsarbeiten als freischaffende Künstlerin sei die Kopie einer spätgotischen Madonna gewesen, so der Professor, und diese Arbeit habe ihre gesamte weitere künstlerische Laufbahn geprägt. Die genaue Betrachtung der religiösen Werke belegen die Worte des Professors. Alle Madonnen und Mariendarstellungen sind idealisiert und erinnern an die für die Hochgotik typischen „schönen Madonnen“, wohingegen die anderen Figuren stets realistisch gezeigt werden.

„Parallel zu ihren religiösen schuf Gertrud Büscher-Eilert stets profane Themen“, erklärte Prof. Janßen. Es waren meist Menschen, die sie umgaben, „kernige Münsterländer“, wie er sie nannte. Und diese Realitätsnähe und Echtheit ist es, die den Charme der Werke der Künstlerin ausmachen, ebenso wie ihre Fähigkeit Motive und Themen in unterschiedlichster Manier, zwei- oder dreidimensional, als Vollplastik, Bild oder Relief, umzusetzen. Die Ausstellung ist bis zum 5. September samstags und sonntags, 14.30-17.30 Uhr, zu sehen

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