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Straßenzug zwei Tage ohne Strom

RWE sucht Fehler

LEGDEN. Die Ursache für den mehr als 32-stündigen Stromausfall in der Friedrich-Wilhelm-Weber-Straße und der Droste-Hülshoff-Straße in Legden liegt immer noch im Dunkeln - genauso wie die 15 Häuser.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 19.08.2010

Die RWE hat inzwischen die ergebnislos gebliebene Suche danach aufgegeben und mit einer Radikallösung begonnen: Sie lässt die rund 300 Meter lange Straße aufreißen und verlegt ein komplett neue Leitung. Ruth Brand, der Sprecherin von RWE Rheinland-Westfalen Netz, hofft, dass am Freitagabend bei allen betroffenen Haushalten endlich wieder Licht brennt - und Kühlschrank, Herd, TV und Computer wieder arbeiten. Das war lediglich bei fünf Haushalten eingeschränkt schon in den vergangenen Stunden der Fall.

Für deren Versorgung hatten die RWE drei kleine, laut ratternde Notstromaggregate aufgestellt. Warum der Stromversorger nicht alle Anwohner versorgt hat, weiß Brand nicht. "Ich kann nur vermuten, dass niemand vor Ort vermutet hat, dass es so lange dauern könnte, den Schaden zu beheben."   In der frühen Nacht zu Mittwoch war es zu dem Stromausfall gekommen. Am Mittwoch  gegen 16 Uhr hatten die RWE-Mitarbeiter vor Ort die Suche nach dem Loch in der Leitung eingestellt - entnervt und ohne Ergebnis. Um 7 Uhr am Donnerstagmorgen stand für sie fest, dass ein neues Kabel her müsse. 

Seitdem arbeiten die örtliche Firma Michely und Grethen ununterbrochen mit drei Teams, wie Brand berichtet.  Auch wenn die Straßenbauarbeiten bis dahin möglicherweise noch nicht abgeschlossen seien, die Stromleitung solle Freitagabend schon wieder funktionieren.   Ein so langwieriger Stromausfall ist nach Angaben der RWE-Sprechern "bei uns die ganz große Ausnahme". Da es sich bei der Hulshoff- und der Weber Straße um Stichstraßen handele, hätte anders als bei vergleichbaren Fällen keine provisorische Umleitung gemacht werden können, die die Anlieger schneller zurück ans Netz gebracht hätte.

Nicht wenige Anwohner fühlten sich dadurch an das Schneechaos vor fast fünf Jahren erinnert. Damals mussten sie auch gleich mehrere Tage ohne Strom auskommen.

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