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Lehrer fordern neues Arbeitszeit-Modell

DÜSSELDORF Lehrerverbände in Nordrhein-Westfalen machen mobil: Sie dringen auf eine Neuverteilung der Arbeitszeit an den Schulen im Lande

Lehrer fordern neues Arbeitszeit-Modell

Religionsunterricht für Aleviten kommt auf den Stundenplan.

Der Verband Bildung und Erziehung präsentierte am Freitag ein eigenes Modell, das mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts vorsieht und für viele Lehrer die Pflichtstundenzahl verringern soll. Der Realschullehrerverband signalisierte Unterstützung für das VBE-Modell. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft forderte zusätzliche Stellen, um die Lehrer „punktgenau“ zu entlasten.

Kernpunkt des Modells sind einheitliche Unterrichtsverpflichtungen für alle Lehrer sowie eine längere Anwesenheit in den Schulen. Bisher müssen die Lehrer der verschiedenen Schulformen unterschiedlich lange unterrichten - zwischen 25,5 und 28 Stunden à 45 Minuten in der Woche. Nach dem VBE-Modell soll von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe für alle Lehrer eine wöchentliche Unterrichtszeit von 19 Stunden à 60 Minuten angesetzt werden. Für jede Unterrichtsstunde soll durchschnittlich eine weitere Stunde für Vor- und Nachbereitung hinzukommen. Weitere acht Stunden in der Woche sollen für die Beratung und Förderung der Schüler sowie die Organisation der pädagogischen Arbeit verwendet werden.

Von 53 auf 46 Zeitstunden

Durch diese Umorganisation könne die wöchentliche Arbeitszeit der Lehrer von derzeit 53 Zeitstunden auf 46 Zeitstunden reduziert werden, rechneten die Professoren Uwe Schaarschmidt und Bernhard Sieland vor. Sie haben das Modell auf der Grundlage einer Befragung von rund 4000 Lehrern in NRW erstellt. Unter Einrechnung der Ferien kämen Lehrer auf eine Jahresarbeitszeit von 1804 Stunden, wie alle anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Beckmann räumte ein, dass die Umsetzung des Modells zusätzliche Lehrerstellen erfordere.

Das neue Arbeitszeitmodell soll auch für einen besseren Wechsel von Unterricht und anderen Tätigkeiten sorgen. Es sieht deshalb für jeden Lehrer einen unterrichtsfreien Arbeitstag vor. An diesem Tag sollen die Lehrer Klassenarbeiten korrigieren, den Unterricht planen, Schüler beraten und andere Aufgaben übernehmen, für die bisher keine Zeit bleibe. Im Gegenzug müssen die Lehrer acht Stunden am Tag in der Schule anwesend sein. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass jeder Lehrer einen Arbeitsplatz an der Schule erhalte, sagte Beckmann.

Einig in Ablehnung des Mindener Modells

Einig sind sich die Lehrerverbände in der Ablehnung des sogenannten Mindener Modells zur Entlastung der Lehrer. Die Landesregierung hatte die Erprobung des an einem Mindener Berufskollegs entwickelten Systems genehmigt. Beim „Mindener Modell“ wird jedes Fach nach seinem Aufwand für Vor- und Nachbereitung bewertet. Damit werde die Belastung nur innerhalb einer Schule umverteilt, kritisierte der GEW-Landesvorsitzende Andreas Meyer- Lauber. Nach Angaben des VBE haben fünf Schulen in NRW die Erprobung des Mindener Modells beantragt.

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