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Leipzig bezwingt St. Petersburg - Spätes Gegentor tut weh

Leipzig. RB Leipzig bleibt auch im fünften Europapokal-Heimspiel nicht ohne Gegentor. Das trübt den Sieg gegen Zenit St. Petersburg im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League. Das Rückspiel in Russland wird eine harte Prüfung.

Leipzig bezwingt St. Petersburg - Spätes Gegentor tut weh

Leipzigs Timo Werner zeigt nach seinem Tor zum 2:0, wo es lang geht. Foto: Hendrik Schmidt

RB Leipzig hat das Abwehrbollwerk des FC Zenit St. Peterburg geknackt, doch ein spätes Gegentor trübt die Chancen auf die Fortsetzung der Europa-Mission.

Der deutsche Fußball-Vizemeister gewann am Donnerstagabend das Achtelfinal-Hinspiel der Europa League daheim mit 2:1 (0:0). Vor der internationalen RB-Minuskulisse von nur 19 877 Zuschauern in der Red Bull Arena erzielten Bruma (56. Minute) und Timo Werner (77.) die Treffer für die Leipziger, die damit auch ihren ersten Sieg nach vier Pflichtspielen feierten. Doch das späte Freistoßtor von Domenico Criscito (86.) war ein Wermutstropfen.

„Es ist natürlich schade, dass wir das Gegentor bekommen haben. Wir waren klar die bessere Mannschaft“, sagte Werner. „Es ist bitter, so ein Gegentor zu bekommen. Aber wir haben gewonnen, das ist das Gute“, sagte der Nationalspieler bei Sport1. Trainer Ralph Hasenhüttl äußerte sich ähnlich: „Mit dem Spiel muss man heute sehr zufrieden sein. Das Traumergebnis war es leider nicht, dafür haben fünf Minuten gefehlt.“

Dem Tabellensechsten der Fußball-Bundesliga reicht im Rückspiel am kommenden Donnerstag im WM-Stadion der russischen Ostsee-Hafenstadt immerhin ein Unentschieden für das Erreichen des Viertelfinales. Zenit hat allerdings mit vier Siegen in vier Spielen die beste Heimbilanz aller Teams in der Europa League. „Wir sind auch in St. Petersburg in der Lage, ein Tor zu schießen“, sagte Werner.

Kein Gegentor! Das war die Forderung von Hasenhüttl - und sie wurde nicht erfüllt. In allen drei Champions-League-Heimspielen und in der Zwischenrunde der Europa League war das zuvor ebenfalls nicht gelungen. Die russischen Gäste machten die Umsetzung der Maxime lange Zeit nicht schwer. Nach schwungvollem Beginn zog sich Zenit teilweise mit acht Spielern in die Abwehr zurück. Entsprechend kompliziert war es für die Leipziger wiederum, Räume für das schnelle Passspiel zu finden.

Der in die Startelf gerückte Portugiese Bruma war bei RB oft am Ball, versuchte aber ähnlich wie Naby Keita oder Timo Werner zu oft, alleine durch die Abwehr des Gegners zu dribbeln. Zenit-Torwart Andrej Lunew wurde praktisch nicht geprüft und wirkte doch nicht sicher, als er nach einer Rückgabe über den Ball (5.) schlug. Auch RB-Keeper Peter Gulacsi hatte früh einen schwachen Moment und ließ eine harmlose Hereingabe gefährlich abklatschen (13.).

Der lange glücklose Werner investierte viel Laufarbeit und hatte zwei gute Möglichkeiten, volley aus der Distanz (10.) und im Fallen (44.) innerhalb des Strafraums. Dem Führungstreffer ganz nah kam Emil Forsberg (36.), dessen Freistoß an den Innenpfosten krachte. Trotz fast 70 Prozent Ballbesitz ging es für RB ohne zählbaren Vorsprung in die Kabine.

Der Schwede Forsberg setzte auch das erste Signal nach dem Seitenwechsel und prüfte Lunew aus spitzem Winkel (47.). Auch Werner (54.) versuchte es mit Wucht aus ähnlicher Position, traf aber nur das Außennetz. Dann legte der Nationalspieler per Hackenvorlage für Bruma auf und der Portugiese traf zur ersehnten Führung.

Zenit lockerte notgedrungen die strikte Defensivhaltung. Nun boten sich auch Räume. Werner (59.) hätte sogar früher das zweite Tor nachlegen müssen, scheiterte aber frei vor Lunew. Nach Zuspiel von Keita machte es der 22-Jährige besser und vollendete aus ähnlicher Position wie zuvor Bruma. Doch der bittere Schlusspunkt folgte mit Criscitos Freistoß.

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