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Leiter des Löschzugs nach 44 Jahren verabschiedet

Freiwillige Feuerwehr

Löschzugführer Dr. Hans Stoppa ist nach 44 Jahren ehrenamtlicher Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr in die Ehrenabteilung verabschiedet worden. Zwei Jahre bereitete er sich darauf vor, denn der Abschied fiel ihm schwer.

LÜTGENDORTMUND

von Von Holger Bergmann

, 15.06.2012
Leiter des Löschzugs nach 44 Jahren verabschiedet

Löschzugführer Hans Stoppa (Mitte) wurde nach 44 Jahren ehrenamtlicher Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr in die Ehrenabteilung verabschiedet.

„Von der Freiwilligen Feuerwehr kommt man nicht mehr los. Es gibt kaum ein Ehrenamt, bei dem man so direkt erfährt, wie wichtig die Arbeit ist, die man leistet“, meint Dr. Harald Stoppa (63) und deutet damit an, wie schwer es ihm fällt, nach 44 Jahren ehrenamtlichen Engagements, in die Ehrenabteilung verabschiedet zu werden. Und weil er wusste, dass es ihm schwerfallen werde, bereitete Harald Stoppa sich zwei Jahre lang darauf vor. Nach 25 Jahren als Löschzugleiter in Lütgendortmund gab er Stück für Stück Aufgaben an seinen Nachfolger Brandinspektor Dirk Knehans ab. „Es war mir wichtig, wenn ich gehe, den Löschzug in guten Händen zu wissen, das ist mir gelungen.“  

 Solche Gedanken musste sich Stoppa noch nicht machen, als er vor 44 Jahren mit seinem ehrenamtlichen Engagement begann. In Aachen, wo er Chemie studierte, gab es das Konzept der Freiwilligen Feuerwehr noch nicht. „Damals gab es noch den Begriff des Luftschutzhilfsdienstes“, erinnert sich Stoppa. Schon damals galt: Wer sich zehn Jahre dem Katastrophen-Schutz verpflichtete, dem wurde die Wehrpflicht erlassen, „und mit Schießen hatte ich gar nichts am Hut“, so Stoppa.  Beruflich zog es den Chemiker Stoppa zur Ruhrkohle AG, wo er es schließlich bis zum Leiter der Kokerei Kaiserstuhl schaffte. „Ich habe die Kokerei aufgebaut und später wieder abgebaut“, fasst er diese Zeit mit etwas Wehmut zusammen.  Doch während von der Kokerei Kaiserstuhl nach dem Abbau nicht mehr zu sehen ist, hat Hrald Stoppa bei der Freiwilligen Feuerwehr in Lütgendortmund Spuren hinterlassen, die erhalten bleiben. Vor rund 20 Jahren war er es, der die Jugendfeuerwehr in Lütgendortmund aufbaute. „Lütgendortmund war damals ein für Jugendliche schwieriger Stadtteil, und wir wollten ihnen eine sinnvolle Freizeit-Gestaltung ermöglichen“, so Stoppa.  

 Mittlerweile ist er von dem charakterbildenden Wert der Jugendfeuerwehr überzeugt: „Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Einsatz für andere Menschen ohne eine Belohnung zu erwarten, das lernt man bei uns und das hilft im Leben“.Und er scheint nicht alleine mit dieser Meinung zu sein. Der Andrang bei der Jugendfeuerwehr ist so groß, dass ein Aufnahmestopp mit Warteliste erlassen werden musste.