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Leitung tot: Wittener ärgert sich über Telefon-Anbieter

WITTEN "Telefonieren ist nun wahrlich keine Hexerei", entfährt es Herbert Krüger. Der 53-Jährige ist zutiefst verärgert. Verärgert über seinen Telefon-Anbieter arcor. Denn schon seit dem 28. Juli gibt sein Telefon keinen Ton mehr von sich.

von Von Alexander Füten

, 19.08.2008
Leitung tot: Wittener ärgert sich über Telefon-Anbieter

Herbert Krüger kann seit drei Wochen sein Telefon nicht mehr nutzen.

Unzählige, teure Telefonate vom Handy aus führte er seitdem. "Die Mitarbeiter der Arcor-Hotline schoben es zunächst auf die Telekom. Die Leitungen sind daraufhin von der Telekom geprüft worden, alles einwandfrei", so Krüger. Es geht gar nichts mehr Nach vier Tagen klingelte es wieder am Wartenbergweg 44. "Nach weiteren vier Tagen war es aber wieder ruhig." Seit dem 28. Juli geht nun gar nichts mehr.

"Das kann es nicht sein", schimpft Herbert Krüger. Er ist mittlerweile richtig sauer. Seit vier Jahren ist er nun schon bei arcor, in der Vergangenheit brach die Internetverbindung DSL2000 immer wieder ab. Immer wieder wurde Herbert Krüger vertröstet "Da bin ich ja noch verhältnismäßig ruhig geblieben, jetzt reicht es mir aber", sagt er. Gutschriften wurden ihm versprochen, immer wieder wurde er vertröstet.

"Ich sitze das jetzt aus. Ich will wissen, was das für ein Problem ist, das arcor innerhalb von drei, vier Wochen nicht in den Griff bekommt." Herbert Krüger hat nämlich einen Verdacht: "Arcor wirbt mit billigen Preisen immer mehr Kunden, ich habe mittlerweile den Verdacht, dass sie an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt sind und nun die Stammkundschaft das Nachsehen hat."

Herbert Krüger wird weiter ausharren müssen Der Beschwerdeservice habe schon ein "Masterticket" ausgeschrieben, ein Problem mit höchster Priorität. "Davon merke ich nur nichts, seit zwei Wochen tut sich gar nichts. Eine Perspektive, wann das Problem behoben ist, wäre schon schön", sagt Krüger verbittert.

Auf RN-Anfrage konnte die Pressestelle des Unternehmens nicht ad hoc weiterhelfen. "Der genaue Vorgang muss erst untersucht werden, vorher können wir nicht weiterhelfen", heißt es dort. Herbert Krüger wird also weiter ausharren müssen.

"Entgegen meiner Gepflogenheit muss ich jetzt mein Handy immer dabei haben", sagt er. "Ich werde es arcor aber nicht einfach machen, ich bin stinksauer. Wenn es an den Kapazitätsgrenzen liegt, wäre das ein kleiner Skandal." Von anderen Fällen in der Ruhrstadt ist ihm bisher nichts bekannt. Ob er ein Einzelfall bleibt?