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Letzte Lösung Stacheldraht

QUERENBURG Tiefe Gräben ziehen sich durch die Kirchengemeinde in Querenburg. Die evangelische Landeskirche hat das Konzept des Presbyteriums zur Haushaltssicherung gekippt und damit eine erneute Diskussion um die finanzielle Zukunft der drei Bezirke entfacht.

von von Peer-Boris Weichsel

, 18.08.2008
Letzte Lösung Stacheldraht

Verkauf vertagt: Obwohl Superintendent Sobiech den Verkauf bewilligt hatte und ein Investor gefunden war, hat die Landeskirche Einspruch eingelegt. Jetzt beginnt auch in der Apostelkirche und dem Hustadtzentrum wieder das Zittern.

 Die Gemeindeversammlung im Hustadtzentrum am vergangenen Sonntag endete ergebnisoffen, denn nach über zweistündiger Debatte wurden Lösungen in die Zukunft vertagt. "Das Wort Scheitern wollen wir hier nicht in den Mund nehmen!", gab Eike Drevel, der Vorsitzende des im März teilweise neu gewählten Presbyteriums, zu Protokoll.

Zuvor musste er den etwa 200 erschienen Gemeindemitgliedern aber die Sachlage erläutern. Die Landeskirche hat den Verkauf des Thomaszentrums verweigert. Diese Maßnahme ist der Kern des Konzepts, mit dem die Querenburger dem jährlichen Defizit von derzeit 150 000 Euro Herr werden wollten. Widerspruch sei nicht eingelegt worden.

Geteilte Freude

Die Freunde des Thomaszentrums freute es, andere zeigten Unverständnis: "Der Superintendent hatte das Konzept nach gründlicher Prüfung bereits genehmigt", bemerkte Beate Wuschka, deren Ehemann Pfarrer der Apostelkirche ist. Die Entscheidung könne so nicht hingenommen werden.

In einem neuen Anlauf soll nun über den Verkauf einer anderen Immobilie nachgedacht werden. Das Presbyterium sieht eine Chance in der Gemeindeberatung durch die Landeskirche, die am 1. September beginnt. Diese soll auf bereits bestehende Konzepte aufbauen, um nicht bei Null beginnen zu müssen. "Das Kirchturmdenken muss aufhören", so ein Gemeindemitglied.