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Letzte Ordensschwestern verlassen das St. Josef-Hospital

34 Jahre Dienst

Eine bedeutende Ära in der christlichen Geschichte des St. Josef-Hospital ist am Mittwoch zu Ende gegangen: Nach einer Amtszeit von stolzen 34 Jahren traten die beiden Ordensschwestern Oberin Hortulana Bausen und Ludwiga Reitmeier am Nachmittag den Gang zu ihrem letzten Gottesdienst an, begleitet von zahlreichen Freunden und Vertrauten.

BOCHUM

von Von Laura Waßermann

, 28.06.2012
Letzte Ordensschwestern verlassen das St. Josef-Hospital

Die Fahrt im alten, grauen Feuerwehrfahrzeug bildete den Auftakt zur Verabschiedung der letzten beiden Ordensschwestern im St. Josef-Hospital.

Die beiden Damen fahren nach 101 Jahren als die letzten „ihrer Art“ der Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vincenz von Paul in ihr Heimatkloster nach Borchen zurück. Ludwiga blickt mit Wehmut auf die Zeit in Bochum, hat ihren letzten Tag daher sehr genossen: „Wir haben viel gelacht und hatten eine Menge Abwechslung.“

Damit spielt sie auf das graue Feuerwehrfahrzeug im Hintergrund an, welches die Ordensschwestern angemessen auf das Gelände des St. Josef-Hospitals kutschiert hat. Die Bochumer Berufsfeuerwehr wollte die Arbeit der Schwestern so mit Herzblut würdigen: „Schwester Hortulana hatte immer ein offenes Ohr für die Feuerwehrleute“, erzählt der pensionierte Feuerwehrmann Paul Tristram, „ich weiß gar nicht, wie es jetzt weitergeht. Sie hatte schließlich alles im Griff.“ So beliebt wurden die beiden nicht nur durch ihr charmantes Auftreten, sondern vor allem wegen ihres ehrenamtlichen Engagements. „Sie haben so viel für einen guten Zweck getan: Spendenprojekte betreut, Marmelade und gestrickte Socken verkauft und sich um den Besuchsdienst im Krankenhaus gekümmert“, erzählt Pressesprecher Vassilios Psaltis mit Bewunderung.

Wahrscheinlich sind die fast 85-jährige Schwester Oberin Hortulana und die 72-jährige Schwester Ludwiga auch deshalb so keck geblieben. Denn auf die Frage, was sie den Bochumern mit auf den Weg geben möchten, antwortete die ältere der beiden: „Dass sie besseren Fußball spielen“, und brachte so alle zum Lachen. Zum Abschied wurde in der Kapelle des St. Josef-Hospitals zunächst ein Gottesdienst gefeiert. Anschließend konnten sich die Ordensschwestern in Ruhe vom Krankenhaus und allen Gefährten verabschieden.