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Letzte Tagebücher von Virginia Woolf

Frankfurt/Main (dpa) Die letzte Tagebucheintragung von Virginia Woolf einen Tag vor ihrem Selbstmord am 25. März 1941 galt dem Ehemann Leonard: «L. macht die Rhododendren...» 

Der jetzt veröffentlichte fünfte Band der Tagebuchedition zeigt den Weg der Engländerin als Autorin, Privatperson, politisch denkende Bürgerin aus der Vorkriegszeit bis hin zum Tode, als ihr geliebtes London deutschem Bombenhageln ausgesetzt war. Woolf reflektiert in sehr unterschiedlichen Formen und Stimmungen über den Vormarsch Hitlers, verzweifelt am Tod eines Neffen im spanischen Bürgerkrieg und setzt sich immer wieder grübelnd mit ihren schriftstellerischen Aktivitäten auseinander.

«Ich kann mein Hirn arbeiten lassen. Also ist das in Ordnung. Und schon bald werde ich schreiben können, was ich will», notiert sie im Dezember 1938 selbstbewusst. Zwei Romane und eine Biografie schafft Virginia Woolf in diesen fünf Jahren noch, meist im kleinen Sommerhaus mit Leonard in Sussex, und schildert dies in den Tagebücher wieder und wieder als einzig mögliche Rettung vor Depressionen und vor dem Nichts. Am Ende besiegen die Depressionen die Autorin von «Mrs. Dalloway» und anderen Klassikern der Moderne.

(S. Fischer-Verlag Frankfurt/Main: «Virginia Woolf. Tagebücher 5 1936- 1941» von Klaus Reichert, aus dem Englischen von Claudia Wenner, 604 S., Euro 39,00, ISBN 948-3-10-092566.)

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