Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Leukämie-Patient sucht nach geeignetem Knochenmarkspender

Typisierungsaktion

WITTEN Jahrelang hat Karl-Heinz Ende selbst Blut gespendet. Jetzt ist er auf die Blutspenden anderer angewiesen. Im März wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert, bei einer Routine-Untersuchung kam der Arzt der Krankheit auf die Spur. Jetzt droht Karl-Heinz Ende die Chemotherapie.

von Von Ronja Wedegärtner

, 16.10.2009
Leukämie-Patient sucht nach geeignetem Knochenmarkspender

Gemeinsam hoffen Monika und Karl-Heinz Ende bei der Typisierungsaktion einen geeigneten Knochenmarkspender zu finden.

Eine Knochenmarktransplantation könnte ihn heilen, doch in seinem Verwandtenkreis gibt es keinen passenden Spender. Seine Töchter haben daraufhin die Initiative ergriffen und sich an den Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gewendet. Damit ein passender Spender für Karl-Heinz Ende gefunden wird, haben sie zusammen eine Blutspendeaktion mit einer Möglichkeit zur Knochenmarktypisierung organisiert. Sabine Gräfe, Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DRK hofft auf mindestens 200 Teilnehmer. Die Typisierungsaktion findet am Sonntag, 18. Oktober, von 10 bis 15 Uhr im Lukaszentrum in der Pferdebachstraße 39 statt. Auch Nick, Karl-Heinz Endes Enkel, hätte sich gerne schon typisieren lassen, um seinem Großvater zu helfen, doch mit 16 Jahren ist er noch zu jung.

Typisieren lassen kann man sich zwischen dem 18. und 55. Lebensjahr. Nur ein Pieks ist nötig, um einen halben Liter Blut zu spenden und sich typisieren zu lassen. Und wer sich typisieren lässt, der kann möglicherweise mithilfe einer Knochenmark-Transplantation ein Leben ganz neu beginnen lassen. Die Gewebemerkmale aller potenziellen Spender werden zentral registriert und können sogar global abgerufen werden. Im Zuge der Typisierungsaktion können daher auch Spender für andere todkranke Spendebedürftige ermittelt werden.

Alle hoffen darauf, dass die Typisierungsaktion ein Erfolg wird, ganz besonders natürlich Karl-Heinz Endes Ehefrau Monika. Sie appelliert: „Im Moment ist das unsere einzige Chance, wir wollen ihn ja noch lange behalten.“