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Lewandowski und die magische 30

München. Robert Lewandowski wird zum dritten Mal Bundesliga-Torschützenkönig. Die einzige Frage ist, ob der Pole erneut die 30-Tore-Marke knackt. Trotzdem scheint es in der Beziehung zum Verein zu knirschen. Der Bayern-Chef beschwichtigt und positioniert sich klar zur Zukunft.

Lewandowski und die magische 30

Erneut der beste Schütze in der Bundesliga: Robert Lewandowski. Foto: Rolf Vennenbernd

Robert Lewandowski jagt nur noch sich selbst. Der Kampf um den Titel des Torschützenkönigs in der Fußball-Bundesliga ist in dieser Saison so langweilig wie der um den Meistertitel, den der FC Bayern mal wieder mit über 20 Punkten Vorsprung gewinnt.

Mit 29 Treffern liegt der Bayern-Torjäger vor dem letzten Spieltag uneinholbar vorne. Weit abgeschlagen hinter dem 29 Jahre alten Polen folgt in dem Freiburger Nils Petersen (15 Tore), Hoffenheims Mark Uth (14) und dem Leverkusener Kevin Volland (14) ein deutsches Trio. Nach 2014 (BVB) und 2016 wird Lewy zum dritten Mal Schützenkönig der Liga.

Ohne Dauerkonkurrent Pierre-Emerick Aubameyang, der im Winter von Borussia Dortmund zum FC Arsenal wechselte, fehlte Lewandowski ein echter Konkurrent. Vor einem Jahr entschied Aubameyang erst beim Saisonfinale das Duell mit Lewandowski knapp mit 31:30 Toren für sich. „Drei Jahre habe ich mit Aubameyang gekämpft. Diese Motivation ist weg“, bemerkte Lewandowski nach dem Wechsel von Aubameyang.

Mit seinen 13 Saisontoren für den BVB liegt der Gabuner übrigens immer noch in der Spitzengruppe der Bundesliga-Torjäger. Lewandowski aber bleibt zwangsläufig nur ein Ziel, nämlich, „wieder eine 3 vorne zu haben“. 30 Tore, wie schon in den letzten beiden Spielzeiten.

Es wäre ein weiterer Nachweis seiner Konstanz und Klasse, über die in München aktuell viel und kontrovers diskutiert wird, besonders seit Lewandowskis zwei Null-Tore-Auftritten beim Champions-League-K.o. gegen Real Madrid im Halbfinale. Zuletzt kam es sogar zu einem Disput mit Jupp Heynckes, als Lewandowski beim Sieg in Köln den Trainer seinen Unmut über die Auswechslung spüren ließ. Heynckes musste seinen Topstürmer daran erinnern, wer der „Boss“ sei.

Knirscht es zwischen Verein und Spieler? „Es braucht sich keiner Sorgen um Robert Lewandowski und das Verhältnis zum FC Bayern zu machen. Wir haben ein sehr gutes“, versicherte Karl-Heinz Rummenigge beim Empfang des deutschen Meisters durch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Bayerischen Staatskanzlei.

Er sei „glücklich“, dass der Pole noch langfristig bis 2021 unter Vertrag stehe, sagte der Bayern-Chef: „Wir wissen, was wir an Robert Lewandowski haben. Es braucht sich keiner Gedanken zu machen, er wird auch im nächsten Jahr hier in München Fußball spielen.“

Und dann sicherlich weiter Tore am Fließband schießen. „Ich habe ihm heute gesagt, er soll zuschauen, dass er am Samstag noch ein, zwei Tore macht“, berichtete Rummenigge, der vorrechnete. „Er steht in den letzten drei Jahren bei einer Quote von 89 Toren. Damit ist er allen anderen weit enteilt.“ Zumindest in der Bundesliga.

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