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Lichter aus zur „Earth Hour“

Berlin. Licht aus zur Umweltschutzaktion „Earth Hour“. Auch in diesem Jahr lagen wieder etliche Sehenswürdigkeiten weltweit für eine Stunde im Dunkeln - ebenso wie etliche Privatwohnungen.

Lichter aus zur „Earth Hour“

Leuchtende Gläser vor dem Brandenburger Tor. Foto: Paul Zinken

Für eine Stunde sind am Samstagabend die Lichter an Sehenswürdigkeiten und in Wohnungen weltweit ausgegangen. Die Aktion „Earth Hour“ (Stunde der Erde) der Umweltstiftung WWF soll für mehr Klima- und Artenschutz werben.

Jeweils 20.30 Uhr wurde an Bauwerken wie dem Brandenburger Tor in Berlin und dem Kölner Dom eine Stunde lang die Beleuchtung ausgeschaltet. „Das ist ein mächtiges Signal, das nicht überhört wird“, sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. „Mit der Earth Hour setzen Millionen Menschen auf der ganzen Welt ein Zeichen, dass wir mehr für den Schutz der Erde tun müssen.“

An der zwölften „Earth Hour“ hätten sich mehr als 7000 Städte in 181 Ländern beteiligt, teilte der WWF mit. Die Akropolis in Athen lag demnach zeitweise ebenso im Dunkeln wie der Petersdom im Vatikan, der Las Vegas Strip, der Burj Khalifa in Dubai und das Empire State Building in New York. In Deutschland habe es mit 398 teilnehmenden Städten eine neue Rekordbeteiligung gegeben, hieß es.

„Für einen lebendigen Planeten“ war in diesem Jahr das Motto der „Earth Hour“. Auch Privathaushalte waren aufgerufen, mitzumachen. In sozialen Medien posteten etliche Menschen Aufforderungen, mitzutun, oder stellten Bilder ihres lediglich von Kerzen erhellten Zuhauses ein. Manche Städter präsentierten Aufnahmen des im Dunkeln weit besser zu sehenden Sternenhimmels.

Zentraler Schauplatz in Deutschland war der Pariser Platz in Berlin mit dem Brandenburger Tor. Dort wies der WWF unterstützt vom Berliner Schauspieler Andreas Hoppe (57, Ex-„Tatort“-Kommissar Mario Kopper) auf das Artensterben weltweit hin. „Als Tatort-Kommissar habe ich über 20 Jahre in Mordfällen ermittelt. Doch die waren nur Fiktion“, erklärte Hoppe. „Bittere Realität ist hingegen das weltweite Artensterben, dem unzählige Tier- und Pflanzenarten zum Opfer fallen, teilweise ohne dass wir davon Kenntnis nehmen.“

WWF-Experte Heinrich warnte: „Wenn wir weitermachen wie bisher, wird allein durch den Klimawandel die Hälfte aller Spezies aus den bedeutendsten Naturregionen verschwinden.“ Es sei höchste Zeit, unsere Wirtschafts- und Lebensweise an unseren Planeten anpassen und nicht umgekehrt.

Ihren Ausgang hatte die „Earth Hour“ im Jahr 2007 in Australien genommen, inzwischen gilt sie als weltgrößte Umweltschutzaktion.

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