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Liebe auf den ersten Trick

Berlin. Eine Frau täuscht und trickst sich mit allerlei Schwindeleien und Lügen durchs Leben. Und das auch und gerade, wenn es um die Liebe geht. Ob das auf die Dauer gut gehen kann?

Liebe auf den ersten Trick

Veronika Ferres spielt eine Betrügerin in Südafrika. Foto: Andreas Gebert

Das Abzocken von ahnungslosen möglichst vermögenden Menschen mag für manchen eine Lebensgrundlage sein. Zumindest so lange, bis alles auffliegt. Davon handelt die TV-Komödie „Liebe auf den ersten Trick“, die Sat.1 am Dienstag (20. März) um 20.15 Uhr zeigt.

„Die Welt unterteilt sich in Betrüger und Betrogene - man muss nur auf der richtigen Seite stehen“. Nach dieser Devise lebt und handelt die etwas in die Jahre gekommene Blondine Annabel von Finke (Veronica Ferres), die sich im schönen Kapstadt in Südafrika als Schönheitschirurgin ausgibt und seit 30 Jahren reihenweise betuchte Männer nach derselbe Masche ausnimmt: Sie spielt die Betrogene und kassiert jedes Mal 30 000 Euro „Schmerzensgeld“.

Bis sie eines Tages an den galanten Tom (Steffen Groth) gerät, der angeblich ein Stararchitekt ist, sich aber als mindestens ebenbürtiger Betrüger entpuppt. Mit dem wird es also nichts, aber dann trifft sie auf den deutlich älteren Gentleman Reiner (Dieter Hallervorden), der angeblich einst im Lotto viel Geld gewonnen hat und ihr bald einen Heiratsantrag macht.

Seine Tochter Tiffany (Katharine Mehrling) will allerdings ausgerechnet Tom ehelichen, während der einst von Annabel ausgebeutete Lorenz droht, sie auffliegen zu lassen, wenn sie ihm nicht 300 000 Euro Schweigegeld zahlt. Da ist guter Rat teuer. Und ständiges Lügen kann auf Dauer sehr, sehr anstrengend sein.

Der Autor Jan Haering („Sicher ist sicher“) und Regisseur André Erkau (49, „Happy Burnout“) haben „Liebe auf den ersten Trick“ inszeniert, ohne sich richtig entscheiden zu können, ob sie eine reine Komödie oder eher eine Satire drehen wollen. Dem Film fehlt es an nahezu allem, was eine „Screwballcomedy“ ausmacht: Charme, Esprit, Leichtigkeit. Dafür wirkt er zu konstruiert.

Veronica Ferres (52, „Unter deutschen Betten“) spielt eine vom Leben enttäuschte Frau, der einfach nichts gelingen will - aber das macht sie leider nicht überzeugend. Steffen Groth (43, „Opa, ledig, jung“) ist eine deutlich bessere Besetzung: Er gibt den Romantiker, der sich in Annabel verlieben darf.

Dieter Hallervorden (82, „Ostfriesisch für Anfänger“) schließlich bleibt hier unter seinen Möglichkeiten, die er zuletzt mehrfach unter Beweis stellen konnte. Immerhin: Die Kulissen des Filmes - herrliche Küste, weitläufiges Haus, stilvoller Sportwagen - sind schön ins Bild gerückt und gehören eindeutig zu den Stärken der Komödie um Betrug, Intrigen und Erpressungen.

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