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Lienen: Profis werden „ausgelutscht“

Berlin. Der ehemalige Bundesligaspieler und Trainer Ewald Lienen hat die Terminhatz und den Leistungsdruck im Profifußball kritisiert.

Lienen: Profis werden „ausgelutscht“

Ewald Lienen ist der Technische Direktior des FC St. Pauli. Foto: Axel Heimken

„Wir haben es geschafft, das Produkt auszuweiten, um möglichst viel Geld herauszupressen. Und das wird auf dem Rücken der Spieler ausgetragen“, sagte der 64-Jährige in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

Die Profis „müssen jetzt bisweilen über 60 Pflichtspiele pro Saison austragen, sie werden ausgelutscht“, meinte der Technische Direktor des Zweitligisten FC St. Pauli. „Dieser Raubbau an der mentalen Kraft der Spieler ist unverantwortlich.“

Man habe im Fall Per Mertesacker und bei Robert Enke gelernt, dass die Spieler „vieles dafür tun, ihre wahren Empfindungen zu verbergen“, sagte Lienen. „Auch aus der Angst heraus, nicht mehr
aufgestellt zu werden. Das führt dann dazu, dass man als Trainer zu viel verlangt, ohne es zu wissen.“

Nicht alle Menschen leiden unter Druck gleich, betonte Lienen in Bezug auf kritische Aussagen von Mertesacker. Einige brauchen ihn, „um Höchstleistungen zu bringen, andere bekommen dadurch Angst“. Das sei keineswegs nur ein Fußball-Thema. „Druck herrscht überall“, findet Lienen. „Wir müssen heutzutage überall abliefern.“

Auch Mertesacker hatte im „Spiegel“ den enormen Druck auf die Profis kritisiert und am eigenen Beispiel beschrieben. Der langjährige Nationalspieler, derzeit noch beim FC Arsenal unter Vertrag, berichtete unter anderem, dass sein Körper auf die hohe Erwartungshaltung vor Spielen mit Brechreiz und Durchfall reagiert habe.

Lienen hat 504 Spiele in der Bundesliga und in der 2. Liga bestritten. Danach arbeitete er als Trainer in Deutschland und im Ausland.

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